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Was tun bei einem Wildunfall?

Gerade im Herbst kommt es auf deutschen Straßen oft zu Wildunfällen. Für Autofahrer ist es meist sicherer, dem Wildtier im Zweifel nicht auszuweichen - so gerät das Fahrzeug nicht ins Schleudern. Nach dem Unfall sind ein paar Punkte dringend zu beachten.

Diffuses Licht, ein Waldstück. Plötzlich bricht ein Reh aus dem Dickicht und überquert kurz vor dem Auto die Fahrbahn. In Panik reißt der Fahrzeuglenker den Wagen rum - und gerät in den Gegenverkehr. Wer sich bei einem drohenden Wildunfall intuitiv falsch verhält, riskiert meistens mehr, als wenn er einen Aufprall mit dem Wild - so tödlich das für das Tier sein mag - in Kauf nimmt.

Die meisten Wildunfälle verursachen nur Sachschäden am Auto. 2010 wurden jedoch dadurch auch 20 Verkehrsteilnehmer in Deutschland getötet. Dabei ist es gerade bei kleineren Tieren für den Autofahrer und die weiteren Insassen sicherer, nicht auszuweichen. Wenn der Bremsweg nicht mehr ausreicht, geht es meist böse für das Tier aus. Das Auto gerät so jedoch nicht ins Schleudern, was im Zweifel sicherer für alle Autoinsassen ist. Wer ausweicht, muss etwaige Konsequenzen innerhalb von Sekundenbruchteilen abschätzen können - oft ein tragischer Trugschluss der Fahrer. Ausweichmanöver enden oft im Gegenverkehr oder an einem Baum und führen zu schwereren Folgen als der Wildunfall selbst. Wildunfälle passieren in Deutschland dabei durchaus häufig. 250.000 Schadenfälle wurden 2010 den Versicherungen gemeldet. Der Deutsche Jagdschutzverband geht aber von deutlich mehr als einer Million getöteter Wildtiere im Straßenverkehr aus - pro Jahr.

Hat man ein Wildtier erwischt, sollte man zunächst das Fahrzeug kontrolliert anhalten, dann die Unfallstelle sichern und eventuell Verletzte versorgen. Als nächstes sollte man die Polizei informieren, damit diese den Wildunfall aufnehmen und für die eigene Versicherung bestätigen kann. Die Polizei informiert dann auch den zuständigen Jäger, der sich um die Beseitigung des Tierkadavers kümmert. Auf dumme Ideen sollte man nicht kommen: „Das Aneignen von überfahrenen Wildtieren ist strafbare Wilderei“, mahnt der ADAC.

Am Ziel angekommen, sollte man genaue Fotos von den Schäden am Auto machen - inklusive Haarreste und Blutspuren. Das mag ekelhaft anmuten, ist aber für den Nachweis eines Wildunfalls bei der Versicherung notwendig. Deswegen auch wichtig: Auto nicht waschen.

Bei einem Wildunfall wird der Schaden von der Autoversicherung allerdings nur übernommen, wenn man eine Teil- oder Vollkasko-Versicherung hat - eine Haftpflichtversicherung deckt nur Schäden ab, die man selbst gegenüber Dritten verursacht hat.

Ebenfalls gut zu wissen: Als Wildunfall gilt gemeinhin nur ein Zusammenstoß mit sogenanntem „Haarwild“. Laut Bundesjagdgesetz gehören dazu Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse, Feldhasen, Wildkatzen, Dachse und Mader. Nicht dazu gehören domestizierte Tiere wie Hauskaninchen, Schafe, Rinder, Katzen oder Hunde.

 

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