gewitter_04_ddp.jpg

Gewitterregen lässt Pollenkörner aufbrechen.


An Tagen, die auf ein kräftiges Gewitter folgen, müssen deutlich mehr Asthmatiker wegen eines Asthma-Anfalls in der Notaufnahme eines Krankenhauses behandelt werden als an anderen Tagen. Das hat eine Studie ergeben.

Gewitterregen reinigt nicht nur

Aber warum eigentlich? Normalerweise geht man davon aus, dass Gewitter die Luft klären. das tun sie in gewisser Weise ja auch, aber die Regentropfen waschen nicht nur die Luft rein, sie „verschmutzen“ sie auch gleich wieder. Der plausibelste Grund könnte sein, dass Pollenkörner in der Luft durch den Aufprall von Regentropfen osmotisch aufgebrochen werden und dabei Allergene freisetzen. Dazu kommt dann der kräftige Wind und verteilt die Allergen schön überall. Der dadurch bedingte Anstieg von Allergenen in der Luft erreicht offenbar am Folgetag des Gewitters einen Höhepunkt.

Dies kann dann bei Asthmatikern Beschwerden auslösen und soweit verschlimmern, dass unter Umständen eine Notfallbehandlung erforderlich wird. Selbst Patienten, die bisher nur unter mildem Asthma gelitten haben, sollten sich bewusst sein, dass Gewitter einen lebensbedrohlichen Asthma-Anfall auslösen können.