Hohe Außentemperaturen belasten den Körper erheblich. Die Mechanismen zur Regulierung der Körpertemperatur (Thermoregulation) werden schlichtweg überfordert. Damit es nicht zu einer gefährlichen Überhitzung kommt, gibt es zwei Möglichkeiten der Regulation: Zum einen bewirken Wärmereize eine Erweiterung der Gefäße. So steigt der Grad der Durchblutung, und über das Blut und die Haut wird mehr Wärme nach außen abgegeben. Bei großer Hitze kann etwa in den Fingern bis zu 60 mal mehr Blut zirkulieren als bei großer Kälte. Dennoch ist dieser Mechanismus alleine bei höheren Temperaturen überfordert.

Eine zweite Möglichkeit der Regulation geht über die Absonderung von Schweiß. Verdunstet er, dann wird dadurch die Haut und damit dann wiederum das sie durchfließende Blut und letztlich der Körper abgekühlt. Unter Extrembedingungen kann der Körper bis zu zwölf Liter Schweiß zur Kühlung absondern. Vermehrtes Schwitzen führt zu einem erheblich erhöhten Bedarf an Flüssigkeit, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Versagen diese Mechanismen, sind die Folge Hitzschlag, Hitzekollaps oder Sonnenstich.

Verhalten bei hoher Wärmebelastung

Mittags nicht ins Freie gehen und Alkohol meiden

Vor allem Personen mit durch Alter oder Krankheit geschwächtem Organismus sollten sich schonen und den Aufenthalt im Freien mittags nach Möglichkeit zu vermeiden. Auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme - mindestens drei Liter Mineralwasser oder Fruchtschorle pro Tag - sollte unbedingt geachtet und leichtes Essen bevorzugt werden. Kneippsche Wassergüsse für Arme und Beine unterstützen das Herz-Kreislauf-System. Das Gegenteil gilt für Alkohol, der genau wie die Hitze die Gefäße erweitert und zur Folge hat, dass Herz und Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und ein Kreislaufkollaps droht. Sportliche Aktivitäten sollten nur von gesunden Menschen und dann in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend ausgeübt werden. Um die Belastung durch hohe Ozon-Konzentrationen zu verringern, sollte man zwischen etwa 13.00 Uhr und 17.00 Uhr in der Wohnung bleiben. Die Fenster müssen nicht geschlossen werden, da das Ozon beim Eindringen in die Räume sofort zerfällt.