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Bei Hitze einfach mal ausruhen (Bild ddp)
Was passiert im Körper bei Hitze?

Unser Körper hat eine Betriebstemperatur von 37 Grad. Dieser Wert muss auch bei stark unterschiedlichen Außentemperaturen gehalten werden, denn bereits eine Erhöhung um mehr als etwa vier bis fünf Grad kann tödlich sein. Wie ein Thermostat überprüft das Gehirn daher fortwährend die aktuelle Temperatur. Wärme- und Kälterezeptoren in der Haut, aber auch das Blut liefern dafür ständig aktuelle Daten. Hohe Außentemperaturen belasten den Körper erheblich. Die Mechanismen zur Regulierung der Körpertemperatur (Thermoregulation) werden schlichtweg überfordert. Damit es nicht zu einer gefährlichen Überhitzung kommt, gibt es zwei Möglichkeiten der Regulation:

1. Zum einen bewirken Wärmereize eine Erweiterung der Gefäße. So steigt der Grad der Durchblutung, und über das Blut und die Haut wird mehr Wärme nach außen abgegeben. Bei großer Hitze kann etwa in den Fingern bis zu 60 mal mehr Blut zirkulieren als bei großer Kälte. Dennoch ist dieser Mechanismus alleine bei höheren Temperaturen überfordert.

2. Eine zweite Möglichkeit der Regulation geht über die Absonderung von Schweiß. Verdunstet er, dann wird dadurch die Haut und damit dann wiederum das sie durchfließende Blut und letztlich der Körper abgekühlt. Unter Extrembedingungen kann der Körper bis zu zwölf Liter Schweiß zur Kühlung absondern. Vermehrtes Schwitzen führt zu einem erheblich erhöhten Bedarf an Flüssigkeit, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Folgen der Überhitzung

Hitzschlag: Dabei handelt es sich um einen Kreislaufzusammenbruch. Er kann entstehen, wenn sich die Hitze im Körper hochgradig staut. Der Organismus ist nicht in der Lage, genügend Wärme abzugeben, weil die Schweißproduktion nicht mehr funktioniert. Die ersten Anzeichen können Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, psychische und physische Unruhe, sowie eine trockene und heiße Haut sein. Die Körpertemperatur kann auf über 40 °C ansteigen. Im weiteren Verlauf kann es zum Kreislaufschock und Krampfanfällen bis hin zum Koma kommen.

Hitzekollaps: Zu einem Hitzkollaps kann es aufgrund von Kreislaufunregelmäßigkeiten kommen (z.B. bei körperlicher Belastung in warmen Klimazonen). Der Kollaps ist zumeist von kurzer Dauer, sowie mit Schwindel und Schwitzen verbunden.

Sonnenstich: Ein Sonnenstich wird durch starke und direkte Sonneneinwirkung besonders auf den Kopf verursacht. Extrem gefährdet sind Menschen mit fehlender bzw. geringer Kopfbehaarung. Der Sonnenstich kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und gelegentlichen Krampfanfällen führen.