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(Bild ddp) Gut einpacken bei
Kälte

Treten sehr niedrige Lufttemperaturen verbunden mit hoher Windgeschwindigkeit auf, dann nimmt die Gefahr rapide zu, dass es an bloßen Hautstellen, z. B. im Gesicht, zu Erfrierungen kommt. Durch den Wind wird der Haut nämlich sehr stark Wärme entzogen, da die Feuchtigkeit auf der Haut verdunstet. Und Zum verdunsten braucht man Wärme und die wird der Haut entzogen. Ist die Luft dabei noch besonders trocken, kann erst recht viel Feuchtigkeit verdunsten.

Was passiert im Körper selbst?

Kälterezeptoren in der Haut nehmen die Temperaturschwankung wahr, dadurch wird das so genannte sympathische Nervensystem gereizt. Die Antwort ist eine vermehrte Hormonausschüttung im Bereich der Nebenniere und die Folge eine Gefäßverengung. Gleichzeitig steigen die Herzfrequenz und der Blutdruck.

Auch durch willkürliche Muskeltätigkeit in Form von Arbeit kann die Wärmebildung gesteigert und ein Absinken der Körperkerntemperatur verhindern werden (Verhaltensanpassung). Reichen diese Mechanismen nicht aus und es kommt trotzdem zu einem Abfall der Körperkerntemperatur, wird beim Erwachsenen unwillkürliches Kältezittern zur Wärmebildung eingeleitet. Insgesamt kann durch das Kältezittem der Energieumsatz und damit die Wärmeproduktion des Menschen kurzfristig auf etwa den 4- 5-fachen Wert des Grundumsatzes gesteigert werden. Das stärkste Kältezittem wird dann beobachtet, wenn die Körperkerntemperatur 2-3 °C unterhalb der Normaltemperatur (37 °C) liegt. Auch bei gefülltem Energiespeicher der Muskulatur kann starkes Kältezittern maximal 2-3 Stunden aufrechterhalten werden.

Verhalten bei hohem Kältestress

Sich gegen Kälte zu schützen ist einfacher als gegen Hitze. In erster Linie kann man sich warm anziehen. Vor allem winddichte Kleidung hilft gegen die Auskühlung durch den Wind.

Haut winterfest machen

Man sollte nur wenig Haut zeigen und auch die Haut selbst etwas "winterfest" machen. Da die Luft im Winter oft trockener ist als im Sommer, trocknet die Haut schnell aus. Und der beste Schutz gegen das Austrocknen der Haut ist eine Fettschicht auf der Haut. Es ist also wichtig, die Haut gut einzucremen. Im Winter sollte man aber nicht nur feuchtigkeitspendende Cremes benutzen. Die schützen nämlich nicht vor Austrocknen. Der Wassergehalt in den Cremes kann in der trockenen Kälte die Haut zu stark kühlen, ja sogar noch trockener machen! (Hautcremes) Schalten Sie darum im Winter um auf fette Cremes. Und das gilt insbesondere für den trockenen Haut-Typ. Auch ist im Winter die Haut schlechter durchblutet, weil sich die Blutgefäße durch die Kälte zusammenziehen. Die Haut wird schlechter ernährt und ist damit anfälliger für Verletzungen. So entstehen z.B. Frostbeulen. Wer dazu neigt, sollte im Winter durchblutungsfördernde Mittel nehmen, wie Calzium Antagonisten.