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(Bild ddp) Blutsauger in Aktion

Das feuchte und relativ milde Wetter in diesem Frühjahr und auch jetzt im Sommer hat die Vermehrung von Mücken sehr stark begünstigt. Für uns Menschen heißt das juckende, rote Quaddeln und viele schlaflose Stunden nachts.

Warum saugen Mücken Blut?

Im Blut von Menschen und anderen Säugetieren befindet sich ein Eiweiß, ohne dass die Mücken keinen eigenen Nachwuchs produzieren könnten. Sie benötigen es um Eier zu bilden, jedes Mückenweibchen legt bis zu 500 Eier. Am liebsten legen sie die Eier in Tümpeln oder Seen ab, aber auch in großen Pfützen können sich die kleinen Blutsauger gut entwickeln.

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(Bild jupiterimages) Zu Tausenden
unterwegs, besonders in
Gewässernähe
Warum juckt ein Mückenstich?

Zusammen mit dem Stich spritzt die Mücke Speichel in die Wunde. Dieser soll eine Blutgerinnung verhindern. Gleichzeitig löst er aber bei vielen Menschen eine leichte allergische Reaktion aus.

Was zieht sie an, gibt es "süßes" und "saures" Blut?

Forscher an der Uni Regensburg haben in Versuchen nachgewiesen dass besonders Milchsäure ein hervorragender Lockstoff für Mücken ist. Menschen die viel Milchsäureduftstoffe über die Haut freigeben sind für Mücken "attraktiv". Es gibt also Unterschiede von Mensch zu Mensch.

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(Bild Jupiterimages) So sind sie
noch harmlos, als Larven
fressen Mücken noch kein
Blut

Wie lange dauert es vom Ei zu Mücke?

Die Entwicklung der fertigen Mücke ist sehr stark temperaturabhängig. So brauchen sie bei etwa 20 Grad 14 Tage bis zum Imago (ausgewachsene Mücke), bei rund 25 Grad dagegen nur noch 10 Tage. Einige Arten schaffen es sogar in 4 Tagen.

Was tun gegen die lästigen Insekten?

Den effektiven Schutz vor Mückenstichen wird es wohl nicht geben, allerdings helfen die meisten Mittel (Cremes und Lotionen) gegen allzu viele Stiche. Wenn die Mücken dann doch gestochen haben, sollte auf keinen Fall kratzen, hierdurch erhöht sich die Gefahr einer Entzündung. Gegen den Juckreiz soll eine heiße Tasse Tee oder Kaffee helfen, die für ca. 1 Minute auf den Stich gedrückt wird. Dadurch wird das Juckreiz auslösende Protein zerstört und der Juckreiz verschwindet. Auch Essig, der auf der Einstickstelle verrieben wird soll helfen.

Sollte es zu heftigeren Reaktionen des Körpers nach einem Mückenstich kommen, empfiehlt es sich in jedem Fall, den Hausarzt aufzusuchen.