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(Bild ddp) Rhinoviren verursachen
Schnupfen

Die Nase läuft, die Stimme ist belegt, es kratzt im Hals und das Atmen fällt ein wenig schwerer. Man kann schlechter riechen und schmecken. Da ist er wieder - der Schnupfen. In seinem Verlauf wird der wässrige und klare Ausfluss der Nasenschleimhaut dickflüssiger. Die Farbe wird zunehmend gelblich. Häufig muss man kräftig niesen und die Nase ist verstopft.

Schnupfen ist eine Viruserkrankung mit sehr kleinen Rhinoviren. Die Übertragung erfolgt auch hier durch eine Tröpfcheninfektion. Auslöser kann aber auch eine allgemeine Auskühlung (z.B. Zugluft) sein.

Was macht die Nasenschleimhaut eigentlich?

Die Wände der Nasenhöhlen sind mit mehrreihigen Flimmerepithels ausgekleidet. Aufgaben der Nasenschleimhaut sind: - Reinigung der Atemluft (durch Haare und Flimmerepithel) - Anfeuchtung der Atemluft (durch die Schleimhaut) - Erwärmung der Atemluft (durch Venengeflecht unter der Schleimhaut) - Prüfung der Atemluft (durch Riechschleimhaut im Bereich der oberen Nasenmuschel)

Die Viren verletzen sozusagen die Schleimhäute der Luftwege. Die Durchblutung in der Nasenschleimhaut ändert sich, d.h. der Selbstreinigungseffekt lässt nach. Die Nase wird für virale Infekte (durch verminderte Aktivität der Flimmerepithels) anfälliger. Die betroffenen Zellen setzen Schmerz- und Entzündungsbotenstoffe frei. Es kommt zur Entzündung der Schleimhäute, die nun vermehrt Sekret produzieren. Ein Schnupfen kündigt sich wie folgt an:

- Kitzeln in der Nase, Niesreiz - Behinderung der Nasenatmung
- Kopfdruck
- Augentränen
- Nase völlig zu

- das Riechvermögen ist beeinträchtigt

Beim Schnupfen ist das richtige Ausschnäuzen wichtig. Jede Nasenseite sollte einzeln ausgeschnäuzt werden, um ein Einpressen des Nasensekretes/Schleims in das Mittelohr zu verhindern. Die Benutzung von Einmaltaschentüchern wird empfohlen. Werfen Sie diese nach einmaligem Gebrauch gleich weg. Bei verstopfter Nase können Sie Nasensprays/tropfen benutzen. Die Anwendungsdauer sollte jedoch auf ca. eine Woche beschränkt sein (sonst tritt ein Gewöhnungseffekt ein, die natürliche Gefäßregulation wird überwunden). Als angenehm wird auch die Dampfinhalation empfunden. Dazu eignen sich vor allem Öle aus Kamillenblüten, Fichten- und Kiefernnadeln, Kampfer, Pfefferminze und Eukalyptus.

Ein Schnupfen ist fast immer harmlos. Häufig verschwindet er nach drei bis fünf Tagen von allein (Nach der altbekannten "Regel": Drei Tage kommt er, drei Tage bleibt er, drei Tage geht er!). Dauert der Schnupfen länger an, sollten Sie zum Arzt gehen. Das gilt auch für den Fall, wenn Sie Fieber über 39 Grad oder Hals- und Ohrenschmerzen oder Schmerzen im Stirnbereich und unter den Augen haben. In diesen Fällen hat sich die Entzündung meistens ausgebreitet, z. B. auf die Nasennebenhöhlen.