Etwa 5-10% aller Menschen sind sehr empfindlich und 5-15% unempfindlich gegenüber Bewegungsschwindel. 75% werden gelegentlich seekrank. Kinder zwischen 2 und 12 sind häufiger seekrank, ab 50 tritt sie immer seltener auf, da die Sinnesorgane im Rahmen des Alterungsprozesses degenerieren. Aber ganz besonders scheinen psychische Faktoren eine gewisse Rolle zu spielen.

Bekannt sind die Parameter, die ein Auftreten von Seekrankheit begünstigen:

  1. Alkoholgenuss, während der Fahrt, aber auch schon am Vorabend
  2. Rauchen. (auch Rauchschwaden für Nichtraucher)
  3. Schlafmangel
  4. Angst (konkrete und auch ängstliche Lebenshaltung)
  5. Stress durch Konflikte an Bord
  6. Stress durch mangelndes Vertrauen in Schiff, Skipper, Crew
  7. Stress durch körperliche Beschwerden (Hitze, Kälte, Grippe, Menstruation)
Wie schwer bin ich seekrank? Man kann Seekrankheit nach dem Schweregrad der Beschwerden in 3 Grade einteilen:

Leichte Form
Kopfschmerzen
Müdigkeit
Appetitlosigkeit
Antriebsarmut

Schwerere Form
Übelkeit, oft mit Erbrechen
Appetitlosigkeit
Ausgeprägte Müdigkeit
Antriebslosigkeit

Schwere Form
Subjektiv schweres Krankheitsgefühl
starkes Erbrechen von Magensaft und Gallenflüssigkeit
Ekelgefühl gegenüber jeglichen Nahrungsmitteln
Koordinationsstörung
völlige Antriebslosigkeit