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(Bild ddp) Mit Sonne fühlt man sich
meist gut

Das Sonnenlicht (in Maßen genossen) hat viele positive Wirkungen auf unseren Körper. Es führt zur Bildung von Vitamin D, stärkt die Abwehrkraft und fördert das Wohlbefinden. Aber das Sonnenlicht hat auch negative Auswirkungen. Die Ultravioletten Strahlen (UVA, UVB) bewirken Veränderungen in der Haut, die zum Teil dem Eigenschutz der Haut dienen. Die Haut vermag in gewissem Umfang, sich zu schützen.

Um sich vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen, bildet die Haut Melanin. Melanin ist ein Pigment, das von den Melanozyten gebildet wird. Es ist auch für Haut-, Haar- und Augenfarbe verantwortlich.

Wird die Haut der Sonne ausgesetzt, bildet die nach und nach entstehende Bräunung einen Schutz gegen die schädlichen Sonnenstrahlen (UVA, UVB). Melanozyten in der Basalzellenschicht (Regenerationsschicht - unterste Schicht der Oberhaut) sind für den Schutz der Keratinozyten (Zellen der Oberhaut) verantwortlich. Die eintreffenden UV-Strahlen veranlassen die Melanozyten zur Melaninbildung, das Melanin wird dann in die umliegenden Zellen verteilt. Dort legt es sich wie ein Schirm über den Zellkern, um diesen vor den UV-Strahlen zu schützen.

Die so mit Melanin versorgten Zellen wandern an die Hautoberfläche (das dauert einige Tage) und geben der Haut ihre Bräune. Das Maximum der Melaninproduktion ist nach etwa drei Wochen erreicht. Jeder Mensch hat gleichviel Melanozyten, die Melaninproduktion aber kann sehr unterschiedlich sein. Ab etwa 40 Jahren lässt die Aktivität und die Anzahl der Melanozyten nach.

Stichwort "Lichtschwiele"

Beim Auftreffen von UV-Strahlung auf die Haut wird zusätzlich die Zellteilung in der Basalzellenschicht (Regenerationsschicht) beschleunigt, so dass mehr Zellen an die Hautoberfläche wandern und die Hornschicht dicker wird. Bei wiederholter Bestrahlung verdickt sich diese Hautschicht, man spricht von "Lichtschwiele". Die nunmehr in größerer Anzahl vorhandenen Keratine, wichtigster Bestandteil der Epidermis, absorbieren die UVB-Strahlung. Die maximale Lichtschwiele ist nach etwa drei Wochen erreicht und gemeinsam mit einem inzwischen gebildeten Melanin kann sie einen hauteigenen Lichtschutz mit einem Faktor von bis zu 10 ergeben. Nimmt die UV-Strahlung ab, wie im Winter, wird die Hornschicht wieder dünner und die Haut empfindlicher.

Beide Hautreaktionen - sowohl Bräunung als auch Verdickung - stellen Schutzmechanismen der Haut gegen die UV-Strahlung dar.

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(Bild Jupiterimages)

Gibt es unterschiedliche Arten der Bräunung?

UVA-Strahlen sind langwellige und somit energieärmere Strahlen. UVA-Strahlen führen durch die sog. Sofortpigmentierung zu einer Nachdunkelung bereits vorhandener Melaninvorstufen durch Oxidation. Diese Bräunung ist schnell sichtbar, aber weniger haltbar, da sie durch die Abschuppung der Haut bald wieder verschwindet.Aber UVA lässt die Haut altern Natürliche UVA-Strahlen haben meist nicht das Potenzial, einen Sonnenbrand auszulösen. Jedoch können sie im Gegensatz zu UVB-Strahlen durch die Basalzellschicht, aus der die neuen Zellschichten heranwachsen, hindurchdringen bis in die Unterhaut (Dermis) und dort Schäden im Bindegewebe (kollogene und elastische Fasern) verursachen. UVA-Strahlen sind somit die wichtigsten 'Beschleuniger' der Hautalterung.

Seit einigen Jahren gibt es Hinweise darauf, dass auch UVA-Strahlung Hautkrebs verursachen kann.

UVB sorgt für lang anhaltende Bräune, ist aber gefährlich

UVB-Strahlen sind energiereicher als UVA-Strahlen und bräunen die Haut innerhalb von 2 bis 4 Tagen durch eine erhöhte Melanozytentätigkeit in der Basalzellenschicht und Bildung des Hautfarbstoffes Melanin. Die Bräunung hält lange an. Gleichzeitig kann die UVB-Strahlung aber auch Sonnenbrand und Hautkrebs hervorrufen.