Einn Traktor mit Anhänger
Nach Ansicht von Klimaexperten und Bauern sollen die steigenden Temperaturen gut für die deutsche Landwirtschaft sein. „Tendenziell wird der Klimawandel die Erntemenge in Deutschland erhöhen.“, berichtete Werner Schwarz, Vize-Präsident des Bauernverbandes (DBV). Doch auch haben die Bauern dafür große Herausforderungen zu meistern. Es müssten in Bewässerungs- und Drainagesysteme investiert werden und auch in der Pflanzenzüchtung seien höhere Anstrengungen notwendig. Man gehe davon aus, dass langfristig ein Anstieg um die 30 bis 40 Prozent möglich wäre. Im wichtigen Saatenmonat April sei die Bodentemperatur zwischen 1962 und 2012 um rund fünf Grad angestiegen, das sich positiv auswirke. Die Pflanzen könnten so früher wachsen und geerntet werden. Besonders der Maisanbau in Deutschland sei ein Sieger des Klimawandels und man gehe davon aus, dass auch die Erntemenge bei Soja, Zuckerrübe und Hirse steigen würde.

Nun ist dies die gute Seite des Klimawandels, doch auch bringt der Wandel Schwierigkeiten.
Es werde zwar insgesamt nicht weniger regnen, aber die Niederschläge würden sich anders auf das Jahr verteilen. „Pflanzen müssen besser gegen Pilzbefall und resistenter gegen Trockenheit geschützt werden.“, so DBV. Das stellt neue Forderungen an die Züchtung auf Resistenzen und vor allem auch an den Pflanzenschutz. So forderte der DBV die Politik auf, weiterhin in flächendeckende Sortenversuche zu investieren. Es sei wichtig, neue Sorten zu entwickeln, die sowohl größere Hitze als auch Kälte vertrügen. Allerdings seien diese Versuche in den Bundesländern mittlerweile aus finanziellen Gründen vieler Orte gefährdet. Schwarz meinte, dass die nötigen neuen Sorten ohne größeren Einsatz von Gentechnik entwickelt werden könnten.
 
 
 
(nto)