Die Eiskonzentration am 28.08.2012 12:00 UTC. Am Nordpol selber liegen, bedingt durch die Flugbahnen der Satelliten, keine Daten vor. (Quelle: DWD)

Die Abbildung zeigt die Eiskonzentration am 28.08.2012 12:00 UTC. Am Nordpol selber liegen, bedingt durch die Flugbahnen der Satelliten, keine Daten vor. (Quelle: DWD)

Die aktuellen Auswertungen der Fläche des arktischen Eises durch das National Snow and Ice Data Center in Boulder (US-Bundesstaat Colorado) zeigen, dass bereits am 26. August 2012 das bisherige Minimum von 2007 mit 4,1 Mio km² um 70.000 km² unterschritten wurde, obwohl der Zeitpunkt zu dem normalerweise das Polareisminimum erwartet wird, erst in drei Wochen liegt.

 
Seit 1979 wird die Eisfläche der Arktis mit Hilfe von Satelliten vermessen. Die Auswertungen zeigen, dass das sommerliche Minimum in den letzten Jahren immer weiter zurück gegangen ist. In Abbildung 2 ist deutlich zu sehen, dass die Eisfläche dieses Jahr fast durchgängig unterhalb der des Jahres 2007 war. Es wird erwartet, dass die Eisfläche bis Anfang/Mitte September weiter zurück geht.

Einige Reedereien nutzen die Möglichkeiten der offenen Nordwest- und Nordost-Passage, um die Fahrten insbesondere von und nach Asien zu verkürzen und damit Treibstoff einzusparen. Im Vergleich zur Route durch den Suezkanal verkürzt sich der Weg von Hamburg nach Tokio durch die Nordwest- und Nordost-Passage von 21 000 auf 13 000 Kilometer. Allerdings nutzen bisher nur wenige Schiffe diese Seewege. Mitte Juli dieses Jahres schaffte es ein erstes chinesisches Schiff, der Eisbrecher "Xuelong" (übersetzt: Schneedrache), Europa über den Seeweg durch die Arktis zu erreichen. (DWD/sw)