Eisberge an einem Seeufer (Bild aus N24 Video)

Eis-Vorstöße (Ice-shoves) sind zwar relativ ungewöhnlich, aber nicht so selten, wie man denkt. Es ist ein Phänomen, das an großen Seen auftritt wie dem Lake Champlain (US-Bundesstaat Vermont), Lake Winnibago (Wisconsin) und dem Lake Utah (Utah). Zuletzt war der Lake Dauphin in Manitoba (Kanada) betroffen: Video

Extrem starker Wind treibt die Eisplatten auf dem Wasser vor sich her Richtung Rand, unterstützt durch Strömungen, die ebenfalls durch den Wind hervorgerufen wurden. Die Eisplatten reiben sich aneinander auf, so dass nicht selten pfahlähnliche Eisstücke oder Nadeln in Größe von Mikado-Stäben entstehen. Die Formationen sind dann extrem anfällig für den Wind und schieben sich sehr schnell in Landesinnere und können sich bis auf mehrere Meter hoch auftürmen. Innerhalb von 15 Minuten können kleinere Häuser oder Autos unter sich begraben

Normalerweise kommt es im Frühjahr so solchen Eis-Vorstößen, wenn das Eis kurz angetaut war und dann ein starker Wind aufkommt.