Eiskristalle
Nun, alle drei gehören zu den Hydrometeoren. Als solche bezeichnet man alle flüssigen und festen Teilchen, die aus atmosphärischem
Wasserdampf entstehen. Es gibt sowohl schwebende als auch fallende Hydrometeore. Zur ersten Gruppe gehören Wolken oder Nebel, zur
zweiten Regen oder Schnee in allen Varianten.
 
Hagel und Graupel haben eine ganz ähnliche Entstehungsgeschichte: Sie bilden sich in Gewitterwolken (Cumulonimbus). Diese Wolkenart besteht ja ohnehin schon sowohl aus Wassertröpfchen, aber auch aus Eiskristallen. Innerhalb einer solchen Wolke werden durch rasche Auf- und Abwinde besonders Schnee- und Eiskristalle immer größer, weil sie sich zusammenballen und oft sogar noch unterkühlte Regentropfen
auf ihrem Weg durch die Wolke aufsammeln. Diese Regentropfen frieren sofort an. So bilden sich regelrechte Eiskügelchen unterschiedlicher Größe.

Die Größe wiederum ist entscheidend für die Zuordnung: Graupelkörner haben einen Durchmesser bis 5 mm. Sind die Körner größer, spricht man vom Hagel. Der kann in Extremfällen mehr als 10 cm Durchmesser haben!

Hagel tritt hauptsächlich in der wärmeren Jahreszeit auf, weil dann die Gewitterwolken mächtiger sind als im Winter.

Übrigens gibt es auch beim Graupel zwei unterschiedliche Formen: Frostgraupel bestehen aus sehr hartem Material. Sie springen beim
Aufprall auf den Boden gern hoch. Reifgraupel hingegen sind spröde, zerspringen daher meist beim Auftreffen auf den Boden und sehen schneeähnlich aus.

Eiskörner und Schneegriesel bilden sich nicht in Haufenwolken sondern in Schichtwolken. Eiskörner sind gefrorene Regentropfen, Schneegriesel bestehen meist aus Schneesternchen. Diese Körnchen sind viel kleiner als Hagel oder Graupel.
 
(dwd)