Kräftiger Regenschauer über Barcelona.

Bei einigen Ausdrücken liegen die Unterschiede auf der Hand, bei anderen sind sie für Laien nicht ohne weiteres ersichtlich. Deswegen soll hier eine kurze Übersicht für mehr Klarheit sorgen

Niederschlag ist der Oberbegriff für alles, was vom Himmel kommt, also auch Schnee oder Eisregen. Natürlich gehört auch Tau dazu, auch wenn der nicht vom Himmel fällt

Regen ist zunächst der Oberbegriff für Niederschlag in flüssiger Form. Als Regen wird aber auch ein länger andauernder Niederschlag bezeichnet. Die Sichtweite ist dabei reduziert, alles wird grau in grau. Als Wolkenformen herrschen Schichtwolken vor (z.B. Nimbostratus oder Altostratus). Hält der Regen über eine längere Zeit (mehrere Stunden) an, spricht man von Dauerregen

Als Schauer bezeichnet man ein eher kurz andauerndes Niederschlagsereignis. Dabei können durchaus große Regenmengen fallen. Es handelt sich um ein konvektives Ereignis, zu dem starke vertikale Luftbewegung gehört, z.B. bei Gewittern. Die Wasserlieferanten sind Haufenwolken (Cumulus). Schauer erlebt man nach Durchzug einer Kaltfront. Wenn der Schauer vorüber ist, bricht oft wieder die Sonne durch und die Sichtweite ist gut - die Luft wirkt wie gewaschen - bis zum nächsten Schauer. Meist sind auch Wind- oder Sturmböen Begleiter.

Die beiden Niederschlagsarten können durchaus auch gemeinsam auftreten. Wir bezeichnen das dann gern als "schauerartig verstärkt".

Platzregen ist ein eher umgangssprachlicher Begriff, der vom Platzen der Wassertröpfchen beim Auftreffen auf dem Boden herrührt. Er gehört zur Kategorie "Schauer"

Dauerregen und Starkregen sind Begriffe, die bei Wetterwarnungen verwendet werden. Diese Warnungen werden vom DWD herausgegeben, wenn bestimmte Regenmengen innerhalb festgelegter Zeitspannen erreicht oder überschritten werden. Im Extremfall kann es sich dann auch um Unwetter handeln (z. B. durch ergiebigen Dauerregen, wenn mehr als 40 Liter Regen pro Quadratmeter in 12 Stunden fallen oder durch heftigen Starkregen mit mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in 1 Stunde).

Quelle: Deutscher Wetterdienst

(db)