Fahrradfahrerin bei Kälte
(wobei natürlich oft nicht zu klären ist, was unter "früher" zu verstehen ist).
 
Verglichen mit den Temperatur-Messwerten von 1961 bis 1990 war der Januar 2013 im Mittel bisher noch 1 bis 2 Grad wärmer, lediglich entlang des Rheins ist derzeit keine Abweichung zu verzeichnen. Insgesamt macht sich natürlich die recht milde erste Januarwoche bemerkbar, in der die Höchstwerte zum Teil im zweistelligen Plusbereich lagen. Ganz ähnlich war es übrigens im Vergangenen Jahr: Auch da begann der Januar recht mild. Die Abkühlung in der 2. Monatshälfte erfolgte jedoch deutlich moderater als in diesem Jahr.
 
Was den Sonnenschein anbelangt, so kann man den Kritikern nur beipflichten: nur 15 bis 30% der im 30jährigen Mittel errechneten Sonnenscheindauer wurde bis heute erreicht. Aber Ausnahmen gibt es auch hier. Raten Sie mal, welches der sonnigste Fleck Deutschlands ist... die Zugspitze! Während sich viele Orte in diesem Monat mit rund 10 Stunden zufrieden geben mussten, waren es dort bis jetzt mehr als 50 Stunden. Im Mittel sind es allerdings 116 Stunden, und davon ist der Berggipfel noch weit entfernt! Die sonnigste Stadt finden wir diesmal im hohen Norden: St. Peter-Ording hat mit 31 Stunden den langjährigen Mittelwert bereits überschritten.

Bei den Niederschlägen zeigten sich regionale Unterschiede. Zwischen Elbe und Oder gab es bisher mehr Regen bzw. Schnee als im Mittel, im Westen wurde hingegen nur 30 bis 40% der durchschnittlichen Niederschlagsmenge erreicht.

Die letzten Januartage werden noch für einige Verschiebungen sorgen, denn wir können davon ausgehen, dass die winterlichen Verhältnisse bestehen bleiben, wenngleich sich zum Beginn der neuen Woche zögernd Milderung durchsetzen kann. Die Sonne hält sich jedoch weiterhin auf Sparflamme. Niederschläge wird es immer wieder einmal geben. Es sind in den nächsten Tagen
keine großen Mengen in Sicht, so dass man nicht davon ausgehen kann, dass das Defizit im Westen ausgeglichen werden kann. (DWD/sw)