Kinder mit Taucherbrille im Freibad

"Man befürchtete damals, dass Schwimmbrillen ein sogenanntes Baro-Trauma, also eine Störung des Auges durch Unterdruck, verursachen können", erklärt Dieter Schnell, Leiter des Ressorts Sportophthalmologie im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Schnell und sein Team forschten nach und konnten in verschiedenen Tests und Untersuchungen nachweisen, dass von Schwimmbrillen keine gesundheitliche Gefahr ausgeht.

"Aufgrund unserer Ergebnisse wurde das Tauchverbot der DLRG wieder aufgehoben", sagt der Augenarzt aus dem nordrhein-westfälischen Ruppichteroth. Allerdings bestätigt er, dass nicht jede Brille angenehm zu tragen ist: "Besonders die kleinen Schwimmbrillen, wie zum Beispiel Sportler sie tragen, können auf die Augenlider drücken." Schnell empfiehlt Eltern daher, beim Kauf einer Schwimmbrille auf angenehmen Tragekomfort beim Kind zu achten: "Hier eignen sich besonders größere Brillen, die sich auf den knöchernen Augenrand abstützen."