Sonniger und heißer Nachmittag in Tokyo
In großen Teilen Zentral- und Ostchinas sowie der westlichen Region Xinjiang kletterten die Temperaturen täglich auf über 40 Grad Celsius, wie der chinesischen Wetterbehörde zu entnehmen war. Den Hitzerekord verbuchte Xinchang in der Küstenprovinz Zhejiang mit 44,1 Grad Celsius. In Shanghai starben wegen der Gluthitze im August mindestens zehn Menschen an Hitzschlag. Nach Aufzeichnungen der Stadt gab es dort seit 140 Jahren keine derartige Hitzewelle.
  
Wie die chinesische Wetterbehörde auf ihrer Internetseite bekanntgab, lag die Durchschnittstemperatur zwischen dem 31. Juli und dem 29. August bei 22,3 Grad Celsius. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961, er liegt 1,3 Grad über dem Schnitt. Gleichzeitig habe es gut sieben Prozent weniger Niederschlag als üblich gegeben.
  
Medienbilder zeigten Menschen, die Speck oder Garnelen in Pfannen auf Metallplatten auf dem Gehsteig brieten. Ein Shanghaier Fernsehsender filmte ein Stück Fleisch, das nach zehn Minuten auf einer Steinplatte durchgegart war. Das Video verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Internet. Ein Nutzer des sozialen Netzwerks Sina Weibo witzelte: "Der einzige Unterschied zwischen mir und Röstfleisch ist eine Prise Kreuzkümmel."

(afp)