Herbstlich in Europa
Schön, wenn dann auch das Wetter mitspielt. Denn passend zum kalendarischen Herbstanfang präsentiert das Wetter ein typisches Herbstphänomen: Den Nebel.

Wissenschaftlich betrachtet ist - wer hätte es gedacht - Nebel natürlich nicht gleich Nebel. Schließlich neigen Wissenschaftler dazu, Dinge zu "verkomplizieren". Will man diese Tatsache etwas wohlwollender formulieren, dann könnte man sagen, dass sie die Dinge immer ganz genau betrachten. Und da bilden wir Meteorologen keine Ausnahme. So kommt es, dass die internationalen Verschlüsselungen für den Wetterzustand, die auch im Messnetz des DWD verwendet werden, insgesamt 14 Formen des Nebels kennen.

Sie fragen sich wie das geht? Ganz einfach: Sie schauen, ob der Nebel an der Messstation oder nur im Umkreis zu beobachten ist. Dann unterscheiden Sie Nebel und Nebelschwaden. Sie betrachten die Veränderung in der letzten Stunde, schauen, ob Sie den Himmel erkennen können oder nicht. Zu guter Letzt werfen Sie noch einen Blick darauf, ob sich der Nebel als Reif oder Eis niederschlägt. Und - schwuppdiwupp - haben Sie 10 verschiedene Nebelarten unterschieden. Es sind nur 10, weil nicht alle der möglichen Kombinationen separat gemeldet werden.

Zu den oben genannten 14 fehlen dann also immer noch 4. Diese sind der Bodennebel in den beiden Kombinationen "zusammenhängend" oder "in Schwaden". Dazu kommt noch die Verschlüsselung "nach Nebel". Und das noch fehlende Puzzlestückchen? Wenn Sie keinen blassen Dunst haben, sind Sie auf dem richtigen Weg. Es ist der "Feuchte Dunst"!

Tröstlich bei Nebel: Er tritt zumeist bei ruhigen Wetterlagen auf, andere unangenehme Begleiterscheinungen bleiben einem also erspart. Und wenn er sich auflöst, ist der Wettercharakter fast immer freundlich.

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(db)