Anne auf dem Weg zum Gipfel
Nach sechs Tagen und 217 km hatte sie es geschafft - von Ascona bis auf den Gipfel der Dufourspitze. Nur hören sich etwas mehr als 200 km nach keiner allzu großen Herausforderung an. Aber sie musste insgesamt 9400 Höhenmeter im Aufstieg und 4750 Höhenmeter im Abstieg überwinden. Das ist dann schon wieder eine ziemlich Leistung. Zumal Anne ihr Verpflegung selbst in ihrem Rucksack mitschleppte und sich lediglich mit einer Wanderkarte selbst navigierte. So blieb es ihr auch nicht erspart, das ein oder andere Mal bei einer falsch genommen Abbiegung wieder umzukehren und zusätzliche Kilometer zu absolvieren.
 
 
Ein weiterer Faktor, der sie viel Kraft gekostet hat, war das sommerliche Wetter mit großer Hitze. Trinkwasser besorgte sie sich meist aus Brunnen in den kleinen Dörfern durch die sie während des Laufes hindurchgekommen ist. Das Wasser machte den größten Anteil von ihrem Gepäck aus. Kein Wunder bei 23 Litern in sechs Tagen.
 

Am fünften Tag musste Anne dann wetterbedingt eine Pause einlegen. Bei der Unwetterwarnstufe 4 von 5 war es unmöglich auf den Gipfel zu steigen. Sturm, Schnee, Regen, Hagel und Nebel zwangen sie zu einem Ruhetag, sodass sie erst am folgenden Tag die letzten 1900 Höhenmeter bis auf 4636 Meter aufsteigen konnte.