Herbstnebel am See
Nebel, dieses mal mehr, mal weniger durchsichtige Etwas, das so geräuschlos vor sich hin wabert, das soll gefährlich sein?

Die Statistik spricht da leider eine eindeutige Sprache. Jährlich kommt es in Deutschland etwa zu 45 Toten, die trotz aller Warnungen immer noch vom Blitz erschlagen werden.

Im Jahr 2011 kam es hingegen zu mehr als 700 Verkehrsunfällen, die durch Nebel verursacht wurden und bei denen Personenschäden zu verzeichnen waren, vielfach mit schweren Verletzungen oder auch mit Todesfolge.

Nebel stellt somit eine deutlich unterschätzte Gefahr dar. Oft wird übersehen, dass bei Nebelbänken die Sichtweite schon innerhalb von sehr kurzen Strecken nahezu auf null absinken kann. Wer dann noch mit Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h fährt, ist vergleichbar mit einem Piloten, der seine Maschine im Blindflug fliegt. Der wesentliche Unterschied besteht nur darin, dass die Flugzeuge technisch für solche Gegebenheiten ausgerüstet sind, PKWs hingegen kaum.

Da die aktuelle Hochdruckwetterlage zunächst noch andauert, wird es auch in den nächsten Tagen wieder verbreitet zu Nebel oder Hochnebel kommen, vor allem in den Vormittagsstunden. Stellen sie sich deshalb darauf ein, dass besonders in der Nähe von Flüssen und Seen oftmals Nebel mit geringen Sichtweiten auftritt. Reduzieren sie rechtzeitig ihre Geschwindigkeit und kommen sie langsam, aber sicher ans Ziel.