Hund-Hängematte-Hitze
Die Kennzeichnung der Tiere mit einem Chip und das Mitführen des europaweit einheitlichen Tierausweises seien zwar nach wie notwendig, erläuterte der Berichterstatter des Parlaments, Horst Schnellhardt (CDU). Doch für eine Reise zwischen tollwutfreien Gebieten gebe es nun Lockerungen bei der Impfpflicht.
   
Grund für Erleichterungen seien deutliche Erfolge bei der Tollwutbekämpfung in Europa, sagte Schnellhardt. Nach Angaben des Parlaments wird in der EU jährlich im Durchschnitt ein Tollwutfall bei Menschen registriert. Ziel der neuen Verordnung ist es, den bislang hohen bürokratischen Aufwand zu reduzieren und lange Quarantäne-Aufenthalte in einigen EU-Staaten - wie Großbritannien - abzuschaffen. Außerdem werden die Informationen im Internet - etwa über Einreiseverbote bestimmter Hunderassen in einzelnen EU-Staaten - verbessert.
   
Die Verordnung wurde vorab zwischen dem Europaparlament und dem Ministerrat, in dem die 27 EU-Staaten vertreten sind, ausgehandelt. Sie tritt EU-weit Kraft, sobald sie im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht ist - was in Kürze geschehen dürfte.
   
Das Reisen mit Haustieren werde in Europa wesentlich erleichtert, ohne dass der Schutz der Gesundheit für Menschen und Tiere vernachlässigt werde, betonte der SPD-Abgeordnete Jo Leinen. Die neue Regelung erlaube auch, dass etwa ein Hundehalter mehrere Tiere für Sportveranstaltungen, Wettbewerbe oder Ausstellungen ins Ausland mitnehmen kann, ohne dabei des Tierhandels bezichtigt zu werden. Auf Druck des Europaparlaments wurden Tiere unter sechs Monaten allerdings ausgenommen. Damit solle der "illegale Handel mit Hundewelpen oder anderen Tierbabys" verhindert werden, betonte Leinen.
   
(Quelle: AFP/jh/ogo)