Überschwemmung, Auto
Am Dienstagvormittag fiel laut der Wetterwarte in Buenos Aires innerhalb von knapp zwei Stunden 110 Millimeter Regen. Bürgermeister  Mauricio Macri erklärte, dass es der zweitgrößte Niederschlag an einem Tag seit 1906 gewesen sei. Der Monatsdurchschnitt der letzten 100 Jahre für April sei mit insgesamt 185 Millimeter schon weit überschritten.

Das Wasser stand gut einen Meter hoch in den Straßen. Erst vier Stunden nach Ende des Regens begann es abzufließen. Besonders betroffen waren die Stadtteile Saavedra, Núñes und Belgrano im Nordosten der Stadt.

Ein Augenzeuge berichtet, dass sein Auto 100 Meter in den Fluten wegschwamm. In den Mülltonnen sammeln sich hunderte von nassen Matratzen, Möbeln und Elektrogeräten. Elf Stadtteile waren ohne Strom, Feldküchen wurden aufgebaut um die Anwohner zu versorgen.

Rettungskräfte berichten, dass drei Männer und zwei Frauen durch die Überflutungen und andere Sturmschäden ums Leben gekommen seien. Ein Arbeiter wurde laut einer Gewerkschaft durch einen Stromschlag getötet, als er Wasser aus einer überfluteten U-Bahn-Station pumpen wollte.

Der Bürgermeister schob die Verantwortung für die Folgen des Starkregens der Bundesregierung zu. Sie habe der Stadtverwaltung nicht die notwendige Finanzierung für die Erweiterung der unterirdischen Abflusskanäle gewährt.
 
(ag)