Hund trinkt aus Flache
Bei sommerlichem Wetter kann es besser sein, abends statt mittags warm zu essen. Dann sei es kühler, der Körper schwitze weniger, erklärt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn. Mittags reiche ein Salat oder Quark mit Obst. Auf dem Speiseplan sollte vor allem Sommerobst stehen - allein schon wegen der reichlichen Auswahl. Auch Gurken, Paprika, Tomaten, Radieschen und Sellerie seien geeignet. Sie enthielten neben Wasser auch Mineralstoffe und lägen nicht so schwer im Bauch. Um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten, sollte auf fettes Essen verzichtet werden, rät die TK. Das Essen sollte leicht verdaulich sein, dabei reich an Vitaminen und Nährstoffen. Statt schwerer und fetter Kost, sollte man also besser mehrere kleine und leichte Mahlzeiten mit viel Obst und Gemüse zu sich nehmen.

Das Wichtigste ist aber das Trinken. Experten raten, zwei bis vier Liter Wasser oder Saftschorle am Tag zu trinken.
Vorsicht vor eisgekühlten Getränken: Der Körper versucht sie zu erwärmen und gerät so nur noch mehr ins Schwitzen. Durch die schwüle Witterung drohten Kreislaufprobleme und Erschöpfung, wie die Techniker Krankenkasse (TK) mitteilte. Besonders gefährdet durch Hitze seien Menschen, deren Kreislauf ohnehin nicht sehr stabil ist, wie chronisch Kranke, Übergewichtige und Ältere. Sie sollten an heißen Tagen besonders auf Abkühlung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und sich am besten in kühlen, abgedunkelten Räumen aufhalten.
 
Es sollte möglichst wenig Kaffee oder Schwarztee getrunken werden. Das Koffein puscht nur kurzfristig, danach geht der Kreislauf in den Keller und wird zusätzlich geschwächt. «Wasser ist der beste Durstlöscher», sagt Keller. Es enthalte weder Kalorien noch Koffein. Auf Alkohol sollte besser verzichtet werden. Er weitet die Gefäße, was das Herz noch mehr belastet. Reichlich Mineralwasser, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte löschen den Durst und gleichen den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust durch Schwitzen wieder aus.
 
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n24/afp/rp/bm