Räumfahrzeug
Von den Schneemassen besonders betroffen waren im Norden die Kreise Ostholstein, Plön und Segeberg in Schleswig-Holstein sowie Rügen und die Umgebung von Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Insel Rügen waren pausenlos zwölf Räumfahrzeuge mit mehr als 20 Mitarbeitern unterwegs. Vor allem auf den Nebenstraßen sorgte der kräftige Wind immer wieder für Verwehungen. An der Ostsee wurde vor Sturmböen gewarnt.

Teilstücke der Bundesstraße 76 im Bereich Neumünster mussten gesperrt werden - Autofahrer hätten vor einer "großen weißen Schneewand" gestanden, der Verkehr sei komplett zum Erliegen gekommen, erklärte die Polizei. Vor dem Herrentunnel zwischen Lübeck und Travemünde blieben am Morgen so viele Autos liegen, dass dieser in Richtung Norden kurzzeitig gesperrt werden musste. Auch in Brandenburg kam es im morgendlichen Berufsverkehr wetterbedingt zu Beeinträchtigungen; im Westerwald in Rheinland-Pfalz sorgte Blitzeis für etliche Unfälle.

Dass sich in den nächsten Tagen auch Westdeutschland auf winterliches Wetter einstellen muss, dafür sorgt Tief Xaver, das sich von Frankreich aus nähert. Für Dienstag wird mit kräftigem Schneefall in der Mitte und im Westen Deutschlands gerechnet. Norddeutschland kommt etwas zur Ruhe, dort scheint manchmal sogar die Sonne. Bis Mittwoch hat sich die Schneefront dann bis zum Süden vorgearbeitet, beschränkt sich dort aber auf einzelne Schauer.

(dapd/sw)