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Allein in der chinesischen Provinz Sichuan kamen nach Regierungsangaben vom Montag seit dem 7. Juli 68 Menschen ums Leben, 179 weitere werden vermisst. In anderen Regionen des Landes wurden demnach ebenfalls mehr als 40 Menschen durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Hauseinstürze getötet worden.
  
Auf der koreanischen Halbinsel sind nach den Unwettern weiterhin Hunderte Menschen ohne festes Dach über dem Kopf. Zwei Südkoreaner wurden tot aufgefunden, ein weiterer werde vermisst, teilte der nationale Katastrophenschutz mit. In Pocheon wurde demnach die Leiche eines von den Fluten weggerissenen 57 Jahre alten Mannes entdeckt, in Hongcheon kam eine 85-Jährige durch einen Erdrutsch ums Leben. Bei dem Vermissten handelt es sich um einen 34-Jährigen, der zuletzt auf einer überschwemmten Straße in Gapyeong gesehen wurde.
  
Mehr als 120 Häuser seien überflutet oder teilweise zerstört worden, 263 Bewohner obdachlos, teilte der Katastrophenschutz mit. Zuvor waren in Südkoreas Hauptstadt Seoul und der Grenzregion zum Norden binnen drei Tagen bis zu 321 Millimeter Regen niedergegangen. Laut dem Verteidigungsministerium in Seoul waren die Regenfälle so stark, dass zwei längere Abschnitte des Grenzzauns zwischen Süd- und Nordkorea umgerissen wurden.
  
Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA hatte am Samstag ebenfalls von zwei Toten und hunderten Obdachlosen infolge der Überschwemmungen berichtet. Neuere Zahlen wurden bislang nicht veröffentlicht. Der 24-Millionen-Einwohner-Staat verfügt über keine moderne Infrastruktur und Landwirtschaft, weshalb Wetterextreme direkte Auswirkungen auf die Ernährungslage in dem kommunistisch geführten Land haben.
 
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Foto: MARK RALSTON
mk/cne/afp/öt