Sturmflut

Experten sprechen in solchen Fällen von einer schweren Sturmflut. Auf den nordfriesischen Inseln und Halligen wurden Pegelstände von etwa 2,3 Metern über normal Null gemessen. Größere Schäden habe es aber nicht gegeben.

Weniger stark waren die ostfriesischen Inseln Wangerooge und Spiekeroog betroffen. Nur in einem Fall knackte die Sturmflut den Angaben zufolge die Zwei-Meter-Marke. In Cuxhaven war der Wasserpegel demnach 2,03 Meter höher als normal. Jedoch kam es in den betroffenen Gebieten zu Dünenabbrüchen, wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz am Donnerstag in Norden (Landkreis Aurich) mitteilte.

Fischmarkt überschwemmt

Auch Hamburg wurde von der schweren Sturmflut getroffen, der Wasserstand im Stadtteil St. Pauli kletterte mehr als zweieinhalb Meter über normal Null. Der Fischmarkt stand unter Wasser und Eis aus der teilweise zugefrorenen Elbe wurde in Vorgärten gespült. Der Keller des Kraftwerkes Moorburg wurde auf einer Fläche von 800 Quadratmetern überflutet, wie ein Sprecher der Feuerwehr auf dapd-Anfrage mitteilte. Zudem seien am Curslacker Deich eine Fachwerkscheune eingestürzt und in Wilhelmsburg 50 Container umgeweht worden. Sie stürzten auf parkende Lkw am Straßenrand.

Das Wetter störte auch den öffentlichen Nahverkehr. Fahrgäste der U-Bahnlinie 1 mussten sich im Berufsverkehr am Morgen etwa auf lange Wartezeiten einstellen, weil ein Baum auf die Schiene gefallen war. Zwischen Timmendorfer Strand und Scharbeutz bei Kiel fuhr eine Regionalbahn gegen einen Baum, der auf die Gleise gefallen war. Die 28 Fahrgäste blieben unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Auch die Strecke Lübeck-Puttgarden musste für einige Stunden gesperrt werden, weil der Sturm einen Baum entwurzelt hatte.
 
(dapd/nk)