Erdkugel aus dem Weltall
Australien stöhnt unter der Hitzewelle. Die Menschen leiden unter den extremen Temperaturen von teils mehr als 40 Grad. Im Südosten des Landes hat die Feuerwehr am Mittwoch noch immer gegen rund 200 Buschbrände gekämpft. Neue Rekorde sind schon aufgestellt: der Dienstag war der drittheißeste und der Montag war mit durchschnittlich 40,33 Grad Celsius sogar der landesweit heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Australien. Ein neuer Rekord ist für die nächste Woche schon in Sicht. Für manche Teile Australiens ist eine unglaubliche Temperatur von 52 Grad vorhergesagt. Deshalb musste die staatliche Behörde sogar eine neue Farbe für die Wetterkarte erfinden - ein leuchtendes Violett. Besonders außergewöhnlich sind die landesweite Ausdehnung der Hitzewelle und die große Anzahl der Temperaturrekorde.
 
 
Kältewelle in Sibirien
 
Dagegen ist der momentane Kältepol der Erde der Ferne Osten Russlands. In Sibirien ist am Donnerstag eine extreme Kälte hereingebrochen, die durch ein kräftiges Hoch verursacht wurde. Die Temperaturen liegen zwischen eisigen minus 40 und minus 50 Grad. In einer jakutischen Ortschaft wurden Tiefstwerte von minus 53 Grad gemessen. Die selbst für diese Region außergewöhnlich niedrigen Temperaturen halten voraussichtlich ein paar Tage an.
 
 
Heftige Schneefälle in Istanbul
 
In der Region des östlichen Mittelmeers ist der Winter hereingebrochen. Besonders betroffen sind davon die Menschen in Istanbul. Heftige Schneefälle haben das öffentliche Leben stark beeinträchtigt. Die Räumdienste der Stadt sind kaum hinterhergekommen die Straßen der Metropole von den ungewöhnlichen Schneemengen zu befreien. Schulen mussten geschlossen werden. Flüge wurden gestrichen. Auch anderen Regionen der Türkei macht der Wintereinbruch zu schaffen. In Zentral- und Ostanatolien sind teils Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Die Kältewelle soll sich laut staatlichem Wetteramt noch ein paar Tage fortsetzen.
 
 
Schnee auch in Israel
 
Am Donnerstag wurden die Menschen Israels in manchen Teilen von einer Schneedecke überrascht. Besonders betroffen waren die Städte Tel Aviv und Jerusalem. Wegen einiger Straßensperren war es zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr gekommen. Zahlreiche Haushalte blieben ohne Strom. Schulen und Kindergärten wurden teilweise früher geschlossen. Auch im übrigen Land war es nach stürmischem und regnerischem Wetter zu starken Überschwemmungen gekommen. 
 

Extreme Hitze, eisige Kälte, heftige Schneefälle und in südlichen Staaten und Überschwemmungen in wüstenartigen Gebieten - da können wir hier doch froh sein, dass es in den letzten Tagen zwar etwas zu mild war, aber uns keine außergewöhnlichen Wetterereignisse heimgesucht haben. Am Wochenende kommt der Winter mit kälteren Temperaturen zurück, was für diese Jahreszeit aber ganz normal ist.
 
 
(nk)