Gewitter shutterstock
Der alljährlich am 23. März begangene internationale Tag der Meteorologie geht zurück auf den Tag der Gründung der Weltorganisation für Meteorologie WMO (World Meteorological Organization) am 23. März 1950. Die WMO mit Sitz in Genf ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN). Hauptthema in diesem Jahr ist das World-Weather-Watch-Programm (WWW), das vor genau 50 Jahren startete. Die Zukunft unseres Planeten ist eng mit dem Wetter, dem Wandel des Klimas und dem Wasserkreislauf verknüpft. Zunächst jedoch ist vor allem die ständige Beobachtung des Wetters und seiner gefährlichen Begleiterscheinungen durch die nationalen Wetterdienste wichtig, um durch möglichst frühzeitige Warnungen die Auswirkungen zu minimieren so gut es geht. Zu diesem Zweck startete die WMO vor 50 Jahren das WWW-Programm, das die meteorologischen Messungen, den schnellen, weltweiten Austausch der Daten und deren Nutzung regelte.

Wichtige Rolle Deutschlands in der WMO
 
Deutschland wird in der WMO durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) vertreten und ist hinter den USA und Japan drittgrößter Beitragszahler. Der DWD ist federführend für zahlreiche der weltweiten Aktivitäten, beispielsweise für das Weltzentrum für Niederschlagsklimatologie oder das globale Beobachtungsprogramm des atmosphärischen Ozons. Seit vielen Jahren sitzt der jeweilige DWD-Präsident auch im Exekutivrat der WMO, neben dem WMO-Kongress das wichtigste Entscheidungsgremium.

Vorbildliche internationale Zusammenarbeit
 
Wetter macht an Grenzen nicht halt. Kein nationaler Wetterdienst könnte auch nur halbwegs verlässliche Prognosen erstellen, würde er sich ausschließlich auf Messwerte aus dem eigenen Land verlassen. Wichtig sind also nicht nur die Messungen vor Ort, sondern der schnelle Austausch globaler, repräsentativer Messungen über alle Ländergrenzen hinweg. Dies braucht eine aufwändige Infrastruktur, damit jede einzelne Messung innerhalb einer Stunde weltweit verteilt ist. Aufbau und Erhalt eines leistungsfähigen Kommunikationsnetzes gehörte zu den ersten und wichtigsten Aufgaben der WMO. Wie die WMO existiert auch dieses Austauschnetz seit nunmehr über 60 Jahren. Die internationale Zusammenarbeit der beteiligten Wetterdienste gilt als besonders stabil und vorbildlich.

Bedeutsame Fortschritte in der Meteorologie und Klimatologie
 
In den letzten Jahrzehnten hat die Wettervorhersage ebenso große Fortschritte gemacht wie das Verständnis klimatologischer Vorgänge. Dies ist nicht zuletzt der WMO zu verdanken. Sie regelte die Standardisierung von Beobachtungsdaten und deren Veröffentlichung, fördert die Anwendung der Meteorologie in der Wirtschaft und unterstützt die Forschung und Ausbildung im Bereich Meteorologie.