Buter Regenschirme stehen auf einer Wiese
Im Südosten begann der Dauerregen nach den Gewittern Donnerstagabend und hat bis jetzt noch immer nicht aufgehört.

Wie kommt es dazu?

Dauerregen an den Alpen entsteht, wenn sich die Wolken am Nordrand der Alpen durch eine nördliche Strömung stauen oder durch Wellenbildung an einer Kaltfront. Darunter versteht man die Ausbildung eines Tiefs an einer Kaltfront.
Dies kann passieren, wenn die Lage der Kaltfront parallel zur Windrichtung liegt. Dann zieht die Kaltfront nicht weiter, sondern bleibt weitgehend ortsfest und das neue Tief sorgt für den Regen. Da an diesem Wochenende nicht nur die Alpen, sondern auch der Südwesten davon betroffen war, handelte es sich also um die zweite Version. Südlich der Donau fielen von Donnerstag Nachmittag bis Freitag Mittag 10 bis 25 Liter Regen, wobei der stärkste Regen in der Nacht auftrat.

Im Südosten begann es Donnerstag Nachmittag mit Gewittern und ab den Abendstunden setzte der Dauerregen ein, der im Grenzbereich zu Österreich noch immer andauert. Dabei sind allein durch den Dauerregen bislang verbreitet 25 bis 40 Liter auf den Quadratmeter gefallen, am meisten in Kempten mit 45,4 mm und auch dort regnet es weiter.

Sehen wir mal von der Tatsache ab, dass es vielen Wochenendwanderern den Spaß verdorben hat, wo sortieren wir diese Regenmengen ein.

Die mittleren Monatssummen liegen im Südwesten nahe 100 mm, im Alpenbereich bei 100 bis 150 mm. Die maximalen Tagessummen erreichen im Südwesten um die 60, in Alpennähe um die 100 mm. Die aktuellen Werte liegen also noch weit von Tagesrekorden entfernt, auch wenn sie an diesem langen Wochenende örtlich das halbe Monatssoll erreichen werden. Denn auch für den Muttertag ist keine Wetterbesserung in Sicht. Da wird es in ganz Deutschland schaurig und kühl, auf den Gipfellagen des Schwarzwaldes und in den Alpen fällt sogar Schnee.
 
dwd/öt