Handcreme

Um diesen scheinbaren Widerspruch aufzuklären sind ein paar Überlegungen notwendig:

Zunächst: was ist die Luftfeuchte überhaupt?

Na klar, die Luftfeuchte sagt etwas aus über die Menge der Wassertröpfchen, die sich in der Luft befinden. Ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt, haben wir Nebel.

In der Meteorologie unterscheiden wir zwei Feuchtemaße.

Die absolute Feuchte gibt an, wie viel Gramm Wasser sich in einem
Kubikmeter Luft befindet.

Die relative Feuchte hingegen bezieht zusätzlich noch die Lufttemperatur mit ein. Die Feuchte wird dann in Prozent angegeben, weil man sie vergleicht mit der maximal möglichen Feuchte (Sättigung) desselben Luftpakets. Man berücksichtigt also das temperaturabhängige Gleichgewicht zwischen Wasser und Wasserdampf. Warme Luft kann nämlich wesentlich mehr Wassertröpfchen aufnehmen als kalte Luft.
Oder sind Sie in unseren Breiten im Hochsommer schon einmal durch Nebelfelder gefahren? Nebel ist zu der Jahreszeit doch die Ausnahme!

Und nun kommen wir zurück zu dem eingangs geschilderten Phänomen mit der trockenen Haut. Unsere Heim-Wetterstationen zeigen die relative Feuchte an. Die absolute Feuchte hingegen ist derzeit tatsächlich niedrig. Sie liegt bei etwa 3 oder 4g Wasser pro Kubikmeter Luft. Im Sommer ist gut die fünf- oder gar zehnfache Menge möglich.