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Wenige Stunden nach dem Beben der Stärke 8,0 am Mittwochmorgen erreichte eine Flutwelle von rund einem Meter Höhe die Insel Lata Wharf, die zu den Salomonen gehört, wie das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik (PTWC) in Hawaii mitteilte. Nach Regierungsangaben kamen 4 Menschen dabei ums Leben.

Zuvor hatte das Forschungszentrum eine Tsunami-Warnung unter anderem für die Salomonen, Papua Neuguinea und die Inselstaaten Fidschi und Tuvalu ausgesprochen und anschließend ausgeweitet. Frankreich sprach eine Warnung für sein Territorium in Neukaledonien aus und rief die Menschen auf, die Küstengebiete zu verlassen. Auch Neuseeland mahnte zu erhöhter Wachsamkeit. Für nahezu den gesamten pazifischen Raum einschließlich Australien, die Philippinen, Japan und Hawaii wurde zwischenzeitlich eine Vorwarnstufe ausgesprochen. Gut zweieinhalb Stunden nach dem Beben hob das PTWC alle Warnungen wieder auf.
 
Der US-Erdbebenwarte zufolge lag das Zentrum der schweren Erschütterung in 5,8 Kilometern Tiefe, etwa 350 Kilometer östlich der Salomonen. Wenig später ereigneten sich den Angaben zufolge weitere Beben der Stärken 6,4 und 6,6.
Die Salomonen liegen im pazifischen "Feuerring" mit zahlreichen Vulkanen, in dem Erdplattenverschiebungen immer wieder zu Erschütterungen führen. 2007 hatte ein Erdbeben der Stärke 8,1 dort ebenfalls einen Tsunami ausgelöst. Mindestens 52 Menschen kamen dabei ums Leben, Tausende wurden obdachlos.
 
dapd/öt/Bild: USGS