Osterhase

Die Berechnung des Osterdatums ist folglich direkt an die Bestimmung der Mondmonate geknüpft, während unser Gregorianischer Kalender dem Sonnenlauf folgt. Die exakte Berechnung des Osterdatums ist nicht immer trivial, es gehen noch Anomalien beider Kalendersysteme sowie religiöse Regeln ein, die an dieser Stelle nicht näher betrachtet werden können (Osterparadoxien). Alle weiteren beweglichen christlichen Feiertage werden mit dem Ostersonntag als Ausgangspunkt bestimmt. Ein Algorithmus zur Berechnung des Osterdatums wurde im Jahre 1800 von dem deutschen Mathematiker Carl Friedrich Gauß angegeben ("Gaußsche Osterformel").

Er wird auch heute noch für die Berechnung der beweglichen Feiertage in Kalendern benutzt. Jedenfalls ergibt sich bei paralleler
Zugrundelegung beider Kalendersysteme innerhalb eines gregorianischen Jahres eine theoretische zeitliche Schwankungsbreite des
Ostersonntags zwischen dem 22. März (frühester Termin) und dem 25. April (spätester Termin).

Wider Erwarten sind die möglichen Daten des Ostersonntags nicht gleich verteilt. Seit Einführung des Gregorianischen Kalenders (Ende
des 16. Jahrhunderts) fiel das Osterfest jeweils nur viermal auf den 22. März, und zwar in den Jahren 1598, 1693, 1761 und 1818, sowie den
25. April, nämlich 1666, 1734, 1886 und 1943. Noch seltener, lediglich zweimal, fiel der Feiertag auf den 24. März.

In diesem Jahr begann am 20. März der astronomische Frühling und am 27. März ist der nächste Vollmond, damit fällt der Ostersonntag auf
den 31. März. Bei vielen Zeitgenossen befördert ein frühes Osterdatum die Vorfreude auf das kommende Frühjahr. Andererseits kann es, wie
wir gerade erleben dürfen, im März noch recht kalt sein und dann ist auch das Osterwetter nicht unbedingt freilufttauglich.
 
Das Wetter zu Ostern gibt es in Kais Kolumne.
 
(dwd)