Reste von Schnee auf einer Wiese

Aber irgendwie ist eine Zauberhand im Spiel, denn man konnte in der letzten Woche beobachten, wie der Schnee einem Korridor von Brandenburg nach Westfalen und im Rhein-Main-Gebiet einfach verschwand. Der Schnee löst sich buchstäblich in Luft auf.

Das Zauberwort heißt Sublimation. Das ist der Übergang von einer festen in die gasförmige Phase – ohne zwischendrin flüssig zu werden. Und genau das passiert mit dem Schnee. Das fällt natürlich genau dort auf, wo die Schneedecke nicht so dick ist. Ideale Konstellationen sind: Sonnenschein, niedrige Temperaturen und sehr trockener Luft.

Im Süden Deutschlands fällt die Sublimation nicht auf, hier ist die  geschlossene Schneedecke dick genug.

Übrigens existiert auch das umgekehrte Phänomen, bei dem Schnee aus heiterem Himmel entsteht. Bei sehr kalten Temperaturen kann man sogenannten Polarschnee beobachten, der aus blauem Himmel auf die Erde rieselt. Das ist dann die Resublimation, wobei Wasserdampfmoleküle ohne die Tropfenphase gleich zu Eis werden.