Wetterwarte Wendelstein mit Observatorium und Sendemast
„Wetterbeobachtungen und die Erfahrungen des letzten Jahrhunderts auf dem Wendelstein sind wichtige Informationsquellen im Zeitalter der Klimaerwärmung“, „Ich finde es eine Schande, wenn bei wissenschaftlichen Einrichtungen gnadenlos der Rotstift angesetzt wird. Wenn die Gelder des Bundes knapp sind, sollten eher Bauprojekte von zweifelhafter Relevanz gestrichen werden. […]“, „Als Bahnmeister der Wendelstein-Zahnradbahn ist mir der Erhalt der Wetterstation von sehr großer Bedeutung. […] Aus unserer Erfahrung mit diesen Daten können wir bereits noch im Talbereich entscheiden, ob Lawinensprengungen an der Zahnradbahntrasse und der Skiabfahrten nötig sind oder bei großen Neuschneemengen die Skiabfahrten gesperrt werden müssen. […]“, „So eine traditionsreiche, wichtige Wetterstation, die für mich als engagierten Bergsteiger immer ein wichtiger Faktor in der Beurteilung der aktuellen Wetters ist […] am falschen Fleck gespart. Lieber den sogenannten ‚Ehrensold‘ für unseren ehemaligen, peinlichen Bundespräsidenten auch nach dessen Vorschlägen zu kürzen… […]“ Landauf, landab regt sich Widerstand gegen die Planungen des Deutschen Wetterdienstes.
 
Absolut verständlich wenn man bedenkt, dass sämtliche Messdaten (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschlagsmenge, Luftdruck) und sogenannte Augenbeobachtungen (Wetterzustand, Erdbodenzustand, Sichtweite, Wolkenmenge und -art, Niederschlagsform, Schneehöhe, Schneebeschaffenheit) nicht nur in die Modellrechnungen der großen nationalen und internationalen Wetterdienste einfließen, sondern auch unter anderem von Tourismusverbänden, den umliegenden Landkreisen sowie den Lawinenwarndiensten intensiv abgegriffen werden.
Die Hagelabwehr, stationiert in Vogtareuth bei Rosenheim, benötigt ebenfalls die wertvollen Mess- und Augenbeobachtungen der exponiert gelegenen Bergstation im oberbayerischen Mangfallgebirge. Schließlich zählt der Südosten Bayerns zu den hagelanfälligsten Gegenden Deutschlands. Eigens ausgebildete Piloten fliegen mit ihren speziell ausgerüsteten Flugzeugen an den stärksten Aufwindbereich der entstehen Gewitterwolken heran und „impfen“ die Gewitterwolken mit einer Silberjodid-Aceton-Mischung. Zerstörerische Hagelschläge sollen dadurch ohne schädliche Auswirkungen für Mensch und Umwelt abgewendet werden.
 
Vor dem ganzen Hintergrund hat Wolfgang Hinz aus Brannenburg eine Online-Petition ins Leben gerufen. Über 1400 Unterschriften wurden bislang (Stand 21. März 2012) bereits gesammelt, und es sollen noch viel mehr werden. Bis 11. Mai 2012 besteht noch Gelegenheit, sich in die Liste einzutragen. Wenn Sie gegen die Schließung dieser sehr wichtigen und unverzichtbaren Beobachtungsstation protestieren möchten, dann klicken Sie auf folgenden Link.
Hier finden Sie weitere Informationen und auch Möglichkeiten, Ihren Familien, Freunden, Bekannten und Nachbarn die Petition bekannt zu machen.