Hilfe Winter
Zwischen dem Erzgebirge und der Ostsee schneit es nämlich auch heute noch munter weiter bei Höchstwerten um den Gefrierpunkt. 5 bis 10 Zentimeter können hier bis zum Abend zusammen kommen, stellenweise sogar noch mehr. Der Deutsche Wetterdienst hat entsprechende Warnungen herausgegeben! Hier heißt es also weiterhin langsam fahren und lieber etwas mehr Zeit einplanen. Zudem müssen wir wegen des starken Windes auch mit Schneeverwehungen rechnen!

Berlin im Schnee (dapd)Berlin wurde schon in der vergangenen Nacht wieder in weiß gehüllt. Bis zum frühen Morgen seien etwa zehn Zentimeter gefallen, sagte ein Sprecher der Berliner Stadtreinigung. Der Räum- und Streudienst sei seit dem Abend mit 480 Fahrzeugen im Einsatz. Der Verkehr in der Hauptstadt rollte nach Angaben der Polizei ohne größere Behinderungen. Allerdings habe es zwischen 5.00 und 7.00 Uhr 36 Unfälle gegeben und damit etwas mehr als üblich, sagte der Sprecher. Auch der Flughafen Tegel hat mit den Schneemassen zu kämpfen. Es gibt Verspätungen und Annullierungen. Ob Ihr Flieger pünktlich abhebt, erfahren Sie hier.
 
 
Warnemünde WinterAuch Warnemünde zeigt sich heute wieder von seiner eisigen Seite. Auf der sonst so belebten Strandpromenade ist es doch sehr einsam. Hier sehen Sie die Bilder von heute Morgen.

Im restlichen Deutschland ist der Winter nicht mehr ganz so stark. Es ist etwas milder mit 4 bis maximal 10 Grad am Oberrhein. Aber auch hier zeigt sich das Wetter von seiner durchwachsenen Seite. Es ziehen immer wieder Schauer durch und diese können stellenweise auch kräftig ausfallen. Graupelschauer sind möglich, in höheren Lagen gibt es Schneeschauer und vereinzelt könnten sich sogar kleine Gewitter entladen. Damit Sie von den Schauern nicht überrascht werden: Hier geht es zum Niederschlagsradar. Auf der Blitzkarte sehen Sie, wo es aktuell donnert und kracht. In der Pfalz und am Inn wurden schon erste Blitze registriert.
 
Doch wie geht es weiter? Morgen ist ja schließlich kalendarischer Frühlingsbeginn! Die Wetteraussichten sehen jedoch nicht wirklich viel versprechend aus. Ab Donnerstag versucht sich zwar im Südwesten Deutschlands etwas mildere Luft durchzusetzen und immerhin knacken wir dann stellenweise auch die 10-Grad-Marke. Aber dauerhaft kann sich diese vorfrühlingshafte Luft nicht bei uns halten. Zudem bleibt es im Nordosten Deutschland auch noch eher spätwinterlich. Hier steigen die Temperaturen nur zögerlich über den Gefrierpunkt und somit wird es hier noch eine Zeit lang weiß und winterlich bleiben. Die genaue Wetterentwicklung der nächsten Tage wird im täglich aktualisierten Wetterupdate erklärt.

Und auch die weitere Wetterentwicklung bis Ostern bleibt noch offen. Wir dürfen also gespannt sein, was uns Bernd in seiner Kolumne heute Nachmittag erzählt.

Für alle, die den Frühling nicht mehr erwarten können, bleibt also nur eins übrig: Ab in den Flieger nach Süden. Anna Gröbel hat sich in Europa umgeschaut und zeigt Ihnen hier, wo nun schon T-Shirt-Wetter angesagt ist.
 

                                   *** neueste Meldungen ***
 

Bei starkem Schneefall hat die Polizei in Brandenburg ein deutlich verstärktes Unfallaufkommen registriert. Von Mitternacht bis 11.00 Uhr wurden mehr als 250 Unfälle gemeldet, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam sagte. An normalen Tagen gibt es innerhalb von 24 Stunden durchschnittlich 200 Unfälle.
Bei den Unfällen wurden insgesamt rund 20 Menschen verletzt. Vereinzelt mussten Straßen zur Bergung der Fahrzeuge gesperrt werden. Der Winterdienst war im Dauereinsatz, um vor allem die Autobahnen zu räumen.
In Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße kam ein Schulbus auf glatter Straße ins Rutschen und stieß seitlich gegen einen Zaun. Dabei wurden niemand verletzt. Die etwa 40 Kinder an Bord des Busses wurden während der Unfallaufnahme im Gerätehaus der Feuerwehr mit Getränken und Snacks versorgt, wie der Polizeisprecher sagte. Nach Abschluss der Unfallaufnahme wurden die 7 bis 13 Jahre alten Kinder in ihre Schulen gefahren.
 
In Trebbin im Kreis Teltow-Fläming rutschte am späten Vormittag ein Mann auf glattem Weg aus. Der 62-Jährige stürzte so unglücklich, dass er sich schwere Kopfverletzungen zuzog. Rettungskräfte brachten ihn in eine Klinik.
 
Ein Lkw-Fahrer ist bei einem Verkehrsunfall auf der glatten B 4 zwischen Sondershausen und Nordhausen in Nordthüringen ums Leben gekommen. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt. Der 35-jährige Lkw-Fahrer aus der Nähe von Hannover hatte in der Nacht zu Dienstag auf schneeglatter Fahrbahn in einer Kurve in Großfurra-Neuheide die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war in eine Scheune gefahren, wie die Polizei mitteilte. Dabei berührte er noch einen Kleinlaster und drückte diesen gegen eine Hauswand. Der 36-jährige Fahrer des Transporters erlitt schwere Verletzungen.
Die Scheune ist seit dem Unglück einsturzgefährdet. Unter anderem deshalb konnte der Lkw-Fahrer erst nach knapp acht Stunden aus der völlig zerstörten Fahrerkabine geborgen werden. Die Unfallstelle wurde voll gesperrt. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf mindestens 100.000 Euro.
 
(ag/dapd)