LKW Unfall bei Schneeglätte
14:00 Uhr
Schneefälle sorgen für Chaos auf Bayerns Straßen

Der heftige Wintereinbruch in Bayern hat am Donnerstag zu hunderten Unfällen geführt. Dutzende Menschen wurden verletzt. Zahlreiche Autos landeten nach Polizeiangaben in Straßengräben oder kollidierten mit anderen Fahrzeugen. Auf vielen Strecken kam es zu kilometerlangen Staus. Die Winterdienste im Freistaat waren im Dauereinsatz. Nach offiziellen Angaben fielen in weiten Teilen des Freistaats in der Nacht 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee.

Besonders in Niederbayern machte das Wetter den Autofahrern zu schaffen. Dort registrierte die Polizei alleine am Donnerstagvormittag fast 100 Unfälle, bei denen fünf Menschen Verletzungen erlitten. Bereits in der Nacht waren dort 19 Menschen verletzt worden. Meistens blieb es aber bei Blechschäden. Bereits am Mittwoch starb bei Miesbach ein 21-jähriger Autofahrer, weil er auf schneebedeckter Strecke ins Schleudern geriet und mit einem entgegenkommenden Lkw kollidierte.

Im Norden Oberbayerns kam es am Morgen zu rund 80 witterungsbedingten Unfällen. Dabei wurden 13 Menschen verletzt, zwei davon schwer. Betroffen waren vor allem Nebenstrecken und Stadtgebiete. Auf der Autobahn 99 zwischen der Anschlussstelle Hohenbrunn und dem Autobahnkreuz München Süd verlor eine 25-Jährige bei starkem Schneefall die Orientierung und wurde so zur Geisterfahrerin. Zu einer Kollision kam es aber nicht. Im Süden des Regierungsbezirks wurden bei 42 Unfällen acht Menschen verletzt. Bei Fridolfing stießen auf der Bundesstraße 20 zwei Lastwagen zusammen. Ein Fahrer wurde schwer, der andere leicht verletzt. Am Flughafen München sind ebenfalls Beeinträchtigungen zu erwarten!
 
12:00 Uhr
Schnee sorgt für Unfälle in Sachsen-Anhalt
Die anhaltenden leichten Schneefälle haben auf Sachsen-Anhalts Straßen zu Unfällen geführt. Im Norden des Landes sei es wegen schneeglatter Straßen am Donnerstagmorgen zu acht Unfällen gekommen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt. Bei einer Karambolage auf der Autobahn 14 bei Bernburg (Salzlandkreis) wurde ein Lkw-Fahrer schwer verletzt.

Der Mann war kurz vor Mitternacht mit seinem Sattelschlepper auf glatter Straße ins Schleudern geraten und quer auf der Fahrbahn stehen geblieben, wie die Autobahnpolizei mitteilte. Zwei nachfolgende Lastwagen und ein Auto konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und schoben sich aufeinander. Weitere Verletzte gab es nicht. Laut Polizei entstand ein Schaden von etwa 220.000 Euro. Die Autobahn musste über Stunden gesperrt werden, der Verkehr konnte jedoch über die Nebenfahrbahn an der Unfallstelle rollen.

Während es im Osten Sachsen-Anhalts zunächst zu keinen witterungsbedingten Unfällen kam, ereigneten sich im Süden am Donnerstagmorgen insgesamt 15 Unfälle auf schneebedeckten Straßen. Verletzt wurde dabei niemand. Am Mittwoch war es im Süden Sachsen-Anhalts zu 99 Unfällen gekommen, wovon die Polizei einige auf die Witterung zurückführte. Acht Menschen wurden dabei verletzt. (dapd/sw)
 
Bahnchef Grube schließt zudem Zugausfälle wegen des Wintereinbruchs nicht aus. „Wir sind noch nicht durch“, sagte Grube der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Wenn das ganze Land tagelang von viel Schnee und Eis überzogen sei, müsse nach wie vor mit „einigen Ausfällen von Schienentechnik oder Zügen“ gerechnet werden. Die Bahn verfüge nicht über genug Reservezüge. Bislang sei sie in diesem Winter aber besser als Autos und Flugzeuge unterwegs. „Besonders das hohe Reisendenaufkommen zu Weihnachten und zum Jahresende haben wir zuverlässig und mit hoher Pünktlichkeit bewältigt“, betonte der Konzernchef. Aktuelle Informationen zu Ihrer Bahnreise!
 
Wer muss den Gehweg vom Schnee befreien?
Grundsätzlich liegt die Räum- und Streupflicht der Bürgersteige bei den Städten und Kommunen. Viele Gemeinden haben die Verantwortung allerdings auf die Hauseigentümer übertragen und dies in eigenen Satzungen geregelt.
Diese Satzungen können von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein, beinhalten im Kern jedoch die gleichen Regeln und Zeiten für Räumarbeiten. Meist müssen Gehwege werktags ab 7 Uhr, sonn- und feiertags ab 9 Uhr geräumt sein und bis 20 Uhr freigehalten werden.

Schneit es also den ganzen Tag oder bildet sich erneut Eis, muss neu geräumt und gestreut werden. Diese Pflicht können Vermieter durch eine entsprechende Klausel im Mietvertrag oder durch die Hausordnung auf ihre Mieter und Pächter übertragen. In diesem Fall sind die Mieter für die Beseitigung von Schnee und Eis verantwortlich und könnten gegebenenfalls auch in Haftung genommen werden.
Auch wenn sie die Räum- und Streupflicht an Mieter oder Dienstleister übertragen, sind Haus- und Wohnungseigentümer für sichere Wege auf und vor ihrem Grundstück verantwortlich. Darauf weist der Verbraucherschutzverein "wohnen im eigentum" hin. Schilder wie „Privatweg, Betreten verboten“ schützen danach nicht vor Haftung. (dapd/sw)