Stau auf der Autobahn bei Schnee
Schnee, Matsch und glatte Straßen haben am Mittwoch vor allem im Westen Deutschlands zu starken Verkehrsbehinderungen geführt. Insbesondere auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen staute sich der Verkehr am Morgen kilometerlang, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Grund waren häufig Lastwagen, die sich quer stellten. Allein auf der A 2 bei Recklinghausen staute sich der Verkehr auf bis zu 20 Kilometer. Auch um Duisburg und Essen floss der Verkehr nur zähflüssig.

So glatt waren die Straßen!

Während es im gesamten Bundesgebiet am Mittwoch meist bei Blechschäden blieb, kam in Bayern am Dienstagabend ein junger Autofahrer ums Leben. Der 18-Jährige war im Landkreis Augsburg auf Schneematsch ins Schleudern geraten und gegen einen Baum gefahren. Auch in Brandenburg starb ein Autofahrer, als er auf glatter Fahrbahn mit seinem Wagen gegen einen Baum prallte.

Die aktuellen Warnungen - was passiert in Ihrer Region

Hoher Sachschaden in Höhe von etwa 100.000 Euro entstand am Mittwochmorgen bei einem Unfall in Bayern. In der Nähe von Selbitz (Landkreis Hof) fuhr ein Laster durch Schneeglätte in eine Leitplanke. Verletzt wurde niemand.

Wegen der winterlichen Straßenverhältnisse wurden allein im Saarland im morgendlichen Berufsverkehr 29 Unfälle gezählt, bereits in der Nacht zum Mittwoch hatte es dort 20 Unfälle mit Blechschäden gegeben. Auch in Rheinland-Pfalz wurden erhöhte Unfallzahlen gemeldet. In der Westpfalz kam es zu 20 Unfällen. Zudem musste die Bundesstraße 50 und die Landstraße 158 bei Monzelfeld im Landkreis Bernkastel-Wittlich stundenlang gesperrt werden, weil dort in der Nacht rund 40 Lastwagen stecken geblieben waren.

Flugausfälle in Frankfurt

Wegen Schnee und Glätte kam es auch am Frankfurter Flughafen zu Behinderungen. Dort fielen 51 Flüge aus, wie eine Sprecherin des Betreibers Fraport am Mittwoch auf dapd-Anfrage sagte. Grund seien die glatten Start- und Landebahnen. Mit weiterem Schnee und damit verbundenen erneuten Verzögerungen müsse eventuell im Laufe des Tages gerechnet werden.

Welche Flüge gehen noch?

Unter den gestrichenen Flügen befanden sich zunächst nur innerdeutsche und europäische Flüge, etwa nach Amsterdam, Genf oder Brüssel. Interkontinentale Verbindungen seien noch nicht betroffen gewesen, sagte die Sprecherin.

Auf die Flughäfen im Norden Deutschlands wirkte sich der Wintereinbruch dagegen kaum aus. Am Hamburger Flughafen laufe der Betrieb normal, sagte eine Sprecherin auf dapd-Anfrage. Nur wenige Flüge aus oder in Richtung München, Frankfurt und Düsseldorf seien gestrichen worden. Auch der Airport in Hannover meldete nur wenige Ausfälle.

Weiterer Schnee in Aussicht

Der Winter lässt aber nicht locker. Am Niederrhein und im Bergland werden bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet, an den Alpen sind demnach bis zu 15 Zentimeter Neuschnee möglich.

Auch in Richtung Lausitz und in Küstennähe könnten den Prognosen zufolge vereinzelt ein paar Flocken fallen. Verbreitet komme es zu Glätte durch überfrierende Nässe, Neuschnee und Schneematsch. Mit weiteren Schneefällen sei voraussichtlich noch bis Samstag zu rechnen.
 

dapd/öt/rm