Schneeglatte Straße
Im thüringischen Nordhausen rutschte ein Autofahrer auf schneeglatter Fahrbahn in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem Schulbus. Dabei wurden drei Menschen verletzt. Die 15 Kinder in dem Bus blieben unversehrt.
Auf der Autobahn 1 wurden nach glättebedingten Unfällen am Morgen mehrere Teilstrecken gesperrt. Betroffen war der Abschnitt von Bremen in Fahrtrichtung Hamburg. In Richtung Osnabrück standen zwischen Cloppenburg und Vechta zunächst zwei Fahrstreifen weniger zur Verfügung.

Auch in Brandenburg kam es heute Morgen zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Dabei wurden mindestens ein Dutzend Menschen verletzt, drei Männer starben auf der Autobahn 13 zwischen Duben und Freiwalde (Dahme-Spreewald). Auf der A 10 stellte sich bei Niederlehme (Landkreis Dahme-Spreewald) ein Lastwagen quer und sorgte für einen Stau. Knapp die Hälfte der Unfälle konnte zweifelsfrei auf das Wetter zurückgeführt werden. Es gab einige Zentimeter Neuschnee.

In Niedersachsen fiel aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse sogar an einigen Schulen der Unterricht aus. Betroffen waren die Landkreise Schaumburg, Nienburg und Diepholz.

In der Hauptstadt brachten die eisigen Temperaturen den Bahnverkehr durcheinander. Eine Weichenstörung bei der Berliner S-Bahn sorgte am Bahnhof Ostkreuz für Zugausfälle und Verspätungen, wie ein Sprecher des Unternehmens sagte. Einzelne Verspätungen gab es auch bei der Ringbahn.

Trotz einer leichten Verbesserung der Wetterlage warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Dienstag weiterhin vor Glätte und gebietsweise vor Schneefällen. Im Tagesverlauf sollten aber nur in wenigen Regionen noch mehr als fünf Zentimeter Schnee fallen.
 

Weniger Annullierungen auf Frankfurter Flughafen

Der Frankfurter Flughafen rechnete nach dem Wetterchaos der vergangenen Tage nur noch mit leichten Störungen im Betriebsablauf. Am Dienstag seien bislang 22 Flüge annulliert worden, sagte ein Flughafensprecher am Morgen. Bis zum Abend werde es wahrscheinlich eine Rückkehr zum Normalbetrieb geben.

Wegen Eisregens und starken Schneefalls waren am Sonntag und Montag zusammen mehr als 1.000 Flüge ausgefallen.

Bahn trotzt dem Winter

Die Bahn kommt dagegen mit Eis und Schnee besser zurecht als in früheren Jahren. "Das System läuft bis auf einige Verspätungen", sagte eine Bahnsprecherin am Dienstag nach drei Tagen mit starkem Frost und Schneefall beinahe bundesweit. Nur die Höchstgeschwindigkeit sei auf 200 Stundenkilometer begrenzt worden.

In früheren Jahren war es nach Wintereinbrüchen mehrfach zum Chaos bei der Bahn gekommen: Züge konnten wegen gefrorener Weichen nicht aus den Depots fahren, Oberleitungen waren vereist, Gäste saßen in den Zügen fest.

Daraufhin hatte die Bahn mehrere tausend Weichen mit Heizungen versehen, Enteisungsanlagen für Züge angeschafft und mehr Personal für die Winterwartung von Zügen abgestellt. "Die Maßnahmen greifen", sagte die Bahnsprecherin.
 
 
(dapd/ag)