Glatteisunfall
Schneefälle und eisglatte Fahrbahnen haben im Süden Bayerns in der Nacht zu Donnerstag erneut zu zahlreichen Unfällen geführt. Eine Frau kam dabei ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt. Die 23-jährige verlor am Donnerstagmorgen bei Oberschweinbach im Landkreis Fürstenfeldbruck die Kontrolle über ihren Wagen, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte. Dadurch kam sie von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Baum. Die Frau starb noch am Unfallort.

Bei Uttenhofen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm wurde ein 18-Jähriger bei einem Frontalzusammenstoß lebensgefährlich verletzt. Der junge Mann geriet mit seinem Pkw ins Schleudern und rutschte in den Gegenverkehr. Er musste mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Die 19-jährige Fahrerin des entgegenkommenden Autos erlitt leichte Verletzungen. Insgesamt wurden im Norden Oberbayerns bei rund 30 Unfällen im morgendlichen Berufsverkehr zehn Menschen verletzt.

Im Süden des Regierungsbezirks kam es bis zum Morgen zu mehr als 40 Unfällen. Bei sechs von ihnen wurden Menschen verletzt, meist blieb es aber bei Blechschäden. Bei Königsdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen geriet ein Lastwagen ins Schlingern und kippte um. Die Bundesstraße 11 wurde mehrere Stunden lang durch den Lkw blockiert.

In Südschwaben verzeichnete die Polizei von Mitternacht bis zum Donnerstagvormittag 40 Unfälle auf schneebedeckten Fahrbahnen. Zahlreiche Autofahrer rutschen in Gräben oder in voranfahrende Autos. Dabei gab es mehrere Leichtverletzte, meist verliefen die Unfälle aber glimpflich. In allen anderen bayerischen Regionen blieb die Verkehrslage ruhig.


Zehn Verletzte bei Unfallserie auf der A 9
 
Heftige Schneefälle haben am Donnerstagnachmittag auf der A 9 in Südostthüringen innerhalb kurzer Zeit für mehrere Unfälle gesorgt. Eine geschlossene Schneedecke auf der Fahrbahn und Sichtweiten unter 50 Metern machten den Autofahrern vor allem rund um Schleiz im Saale-Orla-Kreis zu schaffen, wie die Polizei mitteilte. So wurden bei einer Unfallserie mit insgesamt sieben Fahrzeugen zwischen den Ausfahrten Lobenstein und Schleiz zehn Menschen leicht verletzt. Zunächst hatte es geheißen, es sei bei Blechschäden geblieben. Die Autobahn blieb in Fahrtrichtung Berlin mehr als eine Stunde lang gesperrt.
Bereits zuvor war es im gleichen Streckenabschnitt in beiden Fahrtrichtungen zu mehreren Kollisionen gekommen. Bei einem Zusammenstoß wurde ein Kind leicht verletzt. Bei einem weiteren Unfall kam ein Auto auf dem Dach zum Liegen. Zu Schaden kam dabei nach Polizeiangaben niemand.
 
Winterdienstfahrzeuge zusammengestoßen
 
 
Einige Kilometer nördlich waren am frühen Nachmittag bei Triptis fünf Fahrzeuge kollidiert. Auch dort wurde niemand verletzt.
Resultat der Kollisionen und Sperrungen waren teils kilometerlange Staus. So staute sich der Verkehr etwa am Nachmittag zwischen Lobenstein und der Ausfahrt Hirschberg in Bayern auf bis zu neun Kilometern Länge.
 
 
Wenn Sie heute Nacht noch mit dem Auto los müssen, sind hier ein paar Infos zusammengestellt.
 
 
 
 
 
(dapd)