Grenzsaum, innerhalb dessen selbst einzelne Bäume aufgrund extremer Ökosystembedingungen längerfristig nicht mehr wachsen können. Es gibt eine montane, polare und kontinentale Baumgrenze. Die montane Baumgrenze wird in erster Linie von der Wärmeabnahme mit der Höhe und von zunehmenden Windwirkungen bestimmt, wie sie für Gipfellagen von Gebirgen charakteristisch sind. Die polare Baumgrenze ist vor allem eine Wärmemangelgrenze. Die kontinentale Baumgrenze stellt demgegenüber eine Feuchtmangelgrenze dar. Sie ist charakteristisch für wechselfeuchte Gebiete, in denen die Berghänge genügend Niederschläge für Wald empfangen, in der Tieflandstufe jedoch aus großklimatischem Niederschlagsmangel kein Waldwachstum erfolgen kann.