Er ist eine massige sehr hohe Quellwolke, die im Laufe ihrer Entwicklung alle Wolkenstockwerke durchstößt und die anfangs vorhandenen rundlichen Quellungen entwickeln sich vor allem im oberen Bereich in eine faserige streifige Masse, die wie ein Amboß aussieht. Ein Cumulonimbus (Schauer-, Gewitterwolke) enthält im oberen Bereich Eiskristalle und Graupelkörner und in den tieferen wärmeren Schichten Wassertröpfchen, die zum Teil erheblich unterkühlt sein können. Durch gegenseitige Anlagerung bilden sich daraus Eiskörner oder Hagel, die beim Fall durch wärmere Schichten teils als großtropfiger Regen am Boden ankommen. Die Wettererscheinungen sind vielfältig und reichen von Regen- und Schneeschauern/Gewittern über Graupel- und Hagelunwetter bis zu Orkanböen. Der Cumulonimbus entsteht durch starke Erwärmung der bodennahen Luft durch Sonneneinstrahlung (Luftmassengewitter), durch Hebung der Luft im Bereich von Fronten (Frontgewitter), durch Abkühlung der Luft in höheren Schichten durch Ausstrahlung an der Wolkenoberfläche oder Zufuhr kälterer Luft (Luftmassengewitter, Wintergewitter) oder durch erzwungene Hebung feuchtwarmer Luft an Gebirgshindernissen (orographische Gewitter).

<233>Amboss
<475>Gewitter