Flackernde Lichter, die scheinbar aus dem Nichts an Mastspitzen von Schiffen, an Türmen, auf Bäumen oder sogar an den eigenen Händen oder Fingern aufleuchten. Physikalisch gesehen ist das Elmsfeuer eine Art kontinuierlicher schwacher Blitz. Während oder kurz vor einem Gewitter ist die Luft stark elektrisch aufgeladen und diese Spannung erzeugt in der Nähe von spitzen Gegenständen hohe elektrische Feldstärken. Wenn die Spannung groß genug ist, fließt zwischen der geladenen Luft und der Spitze Strom. Die Luft wird ionisiert und ein flammenähnlicher, blassblau flackernder Lichtschein entsteht. Die büschelförmige Lichterscheinung kann eine Länge von 30 bis 50 Zentimetern erreichen und länger als eine Minute anhalten. Der Name „Elmsfeuer“ geht wahrscheinlich auf Erasmus, den Schutzheiligen der Seeleute zurück. Da die Leuchterscheinung besonders häufig auf dem Meer beobachtet wurde, benannte man das Phänomen nach der italienischen Form seines Namens „St. Elmo“.