Druckgrenze, die durch den unterschiedlichen Wärmeinhalt äquatorialer und polwärtiger Luftmassen entsteht. Der Luftdruck ist äquatorwärts in der Höhe größer, weil die polwärtige kalte Luft zusammensinkt und sich dichter lagert. Dadurch entstehen zwischen 25-30° Breite (planetarische Frontalzone) und 30-65° Breite (Polarfront) 100- 250 km breite Zonen mit besonders in der Höhe starker barokliner Schichtung, welche polwärts geneigt ist. Selbst bei gleichem Bodendruck besteht also in der Höhe ein wärmebedingtes Druckgefälle zwischen äquatornahen und polnahen Breiten. Die dadurch in Bewegung gesetzten Luftteilchen wandeln sich unter dem Einfluss der Coriolis-Beschleunigung in einen starken geostrophischen Höhenwestwind um (Jet-Stream). Die potentielle thermische Energie setzt sich so in kinetische Energie um, und es kommt zum Aufbau großräumiger Hoch- und Tiefdruckzonen.