Im 17. Jahrhundert brannte man in Nordwestdeutschland als Kultivierungsmethode das Heidekraut in Moorgebieten ab. Der sich entwickelnde überriechende dunkle Rauch trübte die Sonne ein und breitete sich je nach Windverhältnissen als feiner blauer Dunst in weit entfernte Gegenden wie Ungarn oder Südfrankreich aus. Dort wurde über die Ursache lange gerätselt. So glaubten die Franzosen einst, dass der brouillard sec getrockneter oder gedörrter Nebel sei. Weil man nun glaubte, dass diese Erscheinung von Bergwolken herstamme, bezeichnete man den Moorrauch anfangs als Höhenrauch. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde von der Landesregierung der Moorbrand eingeschränkt und kam mit dem Einzug künstlicher Düngemittel ganz zum erliegen.