Aufgrund ihrer Entstehung lassen sich drei Niederschlagstypen unterscheiden.
1. Konvektive Niederschläge werden durch aufsteigende Luft in kälterer Umgebung verursacht. Sie sind von relativ kurzer Dauer, begrenzter Flächenausdehnung und können teilweise eine hohe Intensität erreichen. Konvektive Niederschläge haben eine hohe räumliche Variabilität, denn sie können kleine bis mittelgroße Niederschlagszellen ausbilden. Insbesondere in ansonsten trockenen Gebieten bewegen sie sich häufig auf so genannten Schauerstraßen.
2. Orographische Niederschläge entstehen durch aufsteigende Luftmassen im Staubereich von Gebirgen. So können Gebirge ausgeprägte Luv- und Lee-Effekte zeigen, d. h. auf der Hauptwindrichtung zugeneigten Luv-Seite fallen wesentlich höhere Niederschläge als auf der windabgewandten Lee-Seite.
3. Zyklonale Niederschläge, d. h. in einem Tiefdruckgebiet fallender Regen entsteht durch das Aufeinandertreffen von Luftmassen unterschiedlicher Temperaturen an Warmfront oder Kaltfront. Häufig zeigt sich eine typische Wolkenabfolge. Die Warmfronten zeigen eine ausgedehnte, gleichmäßige Niederschlagsverteilung mit mäßiger bis mittlerer Niederschlagshöhe und Landregen. Im Gegensatz sind kaltfrontgebundene Niederschläge von kürzerer Dauer aber höherer Intensität.