Rapider Ozonabbau am Ende des polaren Winters, der besonders über dem Südpol ausgeprägt auftritt. Verantwortlich dafür sind polare Stratosphärenwolken (psc = polar stratospheric clouds), die sich nur bei Temperaturen um minus 80 Grad in der Polarnacht bilden. Sie bestehen überwiegend aus Salpetersäure und Wasser. An der Oberfläche dieser Wolkenteilchen kommt es zu Reaktionen mit Chlor, welches zunächst in unschädlicher Form für das Ozon gespeichert wird. Endet nun der Polarwinter, zerlegt die UV-Strahlung die gespeicherten Chlormoleküle und es entstehen Chlor-Radikale, die das Ozon rapide abbauen. Erst nach einigen Wochen ist das Chlor in anderen Verbindungen wieder fixiert.