Tropische Wirbelstürme sind rotierende, wandernde und frontenlose Luftwirbel von 200 bis 500 km Durchmesser. Sie erreichen nicht die Ausdehnung von Tiefdruckgebieten in den gemäßigten Breiten, dafür aber einen sehr niedrigen Kerndruck, der zu orkanartigen Windgeschwindigkeiten führt. Die kreisförmige wolkenarme und windschwache Zone im Zentrum nennt man das Auge des <409>Orkans. In Satellitenaufnahmen lässt es das Entwicklungsstadium des Wirbelsturms erkennen. Das Auge wird von einer drohenden, tief herabhängenden Wolkenwand umschlossen, aus der sintflutartige Regenfälle niedergehen. Sie können in wenigen Stunden Regenhöhen von 500 bis 1000 mm bringen. Die Haupt-Entstehungszeit tropischer Wirbelstürme ist der Sommer und frühe Herbst der jeweiligen Halbkugel über weiten und vor allem warmen Meeresgebieten (Wassertemperatur mindestens 26,5°C). Tropische Wirbelstürme bringen große Regenfälle und verursachen meist große Schäden. Auf dem Festland verlieren sie schnell ihre Intensität und fallen aufgrund des dort fehlenden Feuchtenachschubs vom warmen Meer und der zunehmenden Reibung in sich zusammen. Tropische Wirbelstürme tragen oft lokale Namen: Taifun in Ostasien (westlich der Datumsgrenze), Hurrikan in der Karibik (und östlich der Datumsgrenze), Willy-Willy in Nordaustralien, Taifun vor Japan und China, Cordonazo vor der Westküste Mexikos und Mauritiusorkane vor Madagaskar.