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Herbst ist da - jetzt zur Gartenschere greifen?

Fr 04.10.2024 | 13:05 Uhr - Redaktion - Quelle: dpa
Die Gartenschere sollte im Herbst am besten nur sporadisch genutzt werden. ©Adobe Stock

Im Herbst wollen viele mit der Gartenschere im Garten für Ordnung sorgen. Doch das macht nur selten wirklich Sinn. Was du wissen solltest, bevor du losschnippelst.

Da das Schnittverbot am 1. Oktober zu Ende gegangen ist, fragen sich jetzt viele Gärtner:innen, ob sie in ihren Gärten die Pflanzen schneiden sollen. Die Antwort lautet: besser nicht.

Laut Gärtnermeister Oliver Fink, der auch Vorsitzender des Verbands der GartenBaumschulen (GBV) ist, ist der Herbst keine geeignete Zeit, um im Garten loszuschneiden. Wer jetzt schneidet, schadet den Pflanzen mehr, als ihnen zu helfen.

Schnitte sind für Pflanzen Wunden

"Jeder Schnitt ist ein Hinzufügen einer Wunde", so Fink. Pflanzen gehen jetzt in die Ruhephase, und der Stoffwechsel verlangsamt sich, sodass sie Wunden durch Schnitte nicht mehr effektiv verschließen können.

Dadurch werden Pflanzen anfälliger für Pilzbefall und andere Erreger, die über offene Schnittstellen eindringen können.

Wer einen Igel im Garten gefunden hat, möchte ihm meist helfen. Doch nicht immer brauchen die kleinen Tiere unsere Hilfe. Wir haben bei der Tierärztin Malgorzata Horvath vom Verein Tierrettung München nachgefragt. Sie arbeitet für den tierärztlichen Notdienst und weiß genau, wie man Igeln am besten beim Überwintern hilft.

Fink empfiehlt, sich vor dem Schneiden immer zu fragen, warum der Schnitt jetzt notwendig ist. Oft gibt es keinen dringenden Grund, es sei denn, die Pflanze ist zu groß geworden oder stört. Dann kann man sie auch jetzt schneiden.

Himbeere sollte unbedingt geschnitten werden

Eine Ausnahme bilden Himbeeren, besonders solche, die bis jetzt Früchte getragen haben. Hier sollten die abgetragenen Ruten (lange, dünne Zweige) bis zum Boden zurückgeschnitten werden, um dem Rutensterben vorzubeugen, da infizierte Ruten im Frühjahr nicht mehr austreiben.

Wenn dennoch geschnitten werden muss, empfiehlt Gartenexperte Fink, Aststummel, sogenannte Huthaken, zu vermeiden und Äste direkt bis zum Stamm oder bis zur nächsten Gabelung zu schneiden. Pflanzen mit Knospen sollten knapp über der Knospe geschnitten werden.

Bei gröberen Pflanzen wie Kirschlorbeer, Haselnuss oder Hecken spielt es hingegen keine große Rolle, wo der Schnitt mit der Gartenschere angesetzt wird.

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Dieser Text wurde mit Hilfe von KI-Systemen erstellt und von der Redaktion überprüft.

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