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Klima

Wetter morgen am Samstag: Großes Gefahrenpotenzial! Hier bringt Dauerregen Überflutungen

Fr 31.05.2024 | 09:02 Uhr - Andreas Machalica - Quelle: wetter.com
Überflutungen am Wochenende: Bis zu 150 Liter pro Quadratmeter

Eine gefährliche Unwetterlage trifft den Süden von Deutschland. Der ergiebige Dauerregen hält das ganze Wochenende an. Am Samstag (01.06.2024) sind gebietsweise Mengen von 20 bis 60 l/m² zu erwarten, vor allem in Teilen von Franken und Schwaben.

Das Tief RADHA zieht von Norditalien über die Alpen nach Polen und dann weiter zur Ostsee. Dabei handelt es sich um ein VB-Tief. Es sorgt im Süden und Südosten Deutschlands für anhaltende intensive Regenfälle und Überflutungen. Der Nordwesten profitiert vom Ostatlantik-Hoch WILLI.

Gefährliche Unwetterlage mit extrem viel Regen am Wochenende!

Die Unwetterlage am Wochenende birgt erhebliches Gefahrenpotenzial, sowohl durch den lang anhaltenden Dauerregen mit Regensummen von teils deutlich über 100 l/m², örtlich über 150 l/m² als auch durch wolkenbruchartigen Starkregen bei Gewittern, wo innerhalb sehr kurzer Zeit mehr als 50 l/m² fallen können.

Wir müssen mit stark ansteigenden und ausufernden Bächen und Flüssen rechnen. Dementsprechend sind Überschwemmungen, Hangrutschungen und Sturzfluten zu befürchten, so dass Verbindungen auf Straße und Schiene unterbrochen sein könnten. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels sind zudem vollgelaufene Keller zu befürchten. 

Zu Beginn der neuen Woche lässt der Regen nach, die Lage an den hochwasserführenden Flüssen wird sich nur langsam entspannen.

Hier kannst du die aktuellen Unwetterwarnungen und den Regenradar im Blick behalten: 

Der Wetterbericht für Deutschland am Samstag, den 01.06.2024

Vor allem von Franken bis nach Württemberg und in den Südwesten Bayerns regnet es in der Nacht zu Samstag intensiv weiter. Dabei können sehr große Regenmengen von 50 bis 80 l/m2 innerhalb von 12 Stunden fallen.

Regnerisch ist es auch von Baden bis nach Thüringen, ins südliche Sachsen-Anhalt und nach Sachsen, hier ist der Regen zum Teil noch durch Gewitter verstärkt. Im gesamten Norden und Westen Deutschlands lassen anfängliche Schauer nach, teilweise ist es aufgelockert und später bildet sich örtlich Nebel. Es kühlt ab auf 15 bis 6 Grad.

Die Regenfälle im Süden halten auch tagsüber an – nochmals sind gebietsweise Mengen von 20 bis 60 l/m² zu erwarten, vor allem in Teilen von Franken und Schwaben. Am Nachmittag besteht zusätzlich Unwettergefahr vom südlichen Brandenburg bis nach Thüringen und Unterfranken: hier bilden sich dann teilweise kräftige Gewitter mit extrem großen Regenmengen in kurzer Zeit!

Im Norden und Nordwesten Deutschlands verläuft der Tag viel entspannter, meist sogar trocken und vor allem zu den Küsten hin recht sonnig. Die Spanne der Höchsttemperatur reicht von 14 Grad im Allgäu bis zu 26 Grad an der Havel.

Unser Regionalwetter bietet Ihnen neben detaillierten Informationen zur aktuellen Wetterlage natürlich auch eine Wetterprognose inklusive wichtiger Wetterparameter wie Niederschlag, Sonnenscheindauer oder Windstärke für die kommenden Tage. Ein aktueller Überblick über die zu erwartenden Temperaturen in Ihrer Region ist natürlich ebenfalls enthalten.

Wetter in Deutschland: So geht es ab Sonntag weiter

Im Süden regnet es am Sonntag (02.06.2024) immer noch, wobei die Regenfälle an Intensität nachgelassen haben und sich im Laufe des Tages allmählich zu den Alpen zurückziehen. Anschließend können sich im gesamten Süden und Osten – bis rauf zur vorpommerschen Ostseeküste - vermehrt kräftige Schauer und Gewitter entwickeln.

Dabei kann es dann lokal nochmal unwetterartigen Starkregen geben. Im Nordwesten und Westen (SH bis NRW) bleibt es meist trocken, teils mit Sonne. An der Nordseeküste frischt der Nordwestwind stark auf. Hier maximal 16, in Brandenburg bis 23 Grad.

Am Montag (03.06.2024) lässt der Dauerregen auch an den Alpen langsam nach, geht dann später noch in einzelne Gewitter über. Ansonsten bleibt es in den Regionen, die am Wochenende von Dauerregen und Hochwasser betroffen waren, trocken. Dichte Wolken mit etwas Regen ziehen über den Nordwesten Deutschlands hinweg. 

Damit stellt sich die Wetterlage allmählich um: im Norden Europas ist die stabile Hochdrucklage vorbei, hier etabliert sich ein Tief; dagegen steigt der Luftdruck über dem zentralen Mittelmeer. Für Deutschland bedeutet das: im Norden mäßig warm und tendenziell unbeständig, im Süden insgesamt freundlicher und langsam wärmer.

Die nächsten Tage ist es eher frühherbstlich kühl. Dazu legt auch noch der Wind immer weiter zu. Es wird bis Freitag sogar stürmisch, wieder genau zum nächsten EM-Spiel der Deutschen Mannschaft. Dazu bleibt es aber immerhin trocken. Was sonst zu erwarten ist, zeigt unser Meteorologe Georg Haas in der 7-Tage-Wetterprognose "Deutschland TREND".

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