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Klima

Ort evakuiert: Gletschersturz am Mont Blanc droht

Fr 07.08.2020 | 12:15 Uhr - Quelle: dpa/wetter.com
Faktencheck: Klimawandel verändert Natur massiv

Am Mont Blanc mussten ein Dutzend Einheimische und rund 50 Touristen in Sicherheit gebracht werden. Teile des Planpincieux-Gletschers am Mont Blanc drohen ins Tal zu stürzen.

Auf der italienischen Seite des Mont Blanc droht ein großer Teil eines Gletscher einzustürzen. Wegen der Gefahr wurden am Donnerstag knapp 70 Menschen im Val Ferret am Ende des Aostatals in Sicherheit gebracht.

Große Temperaturunterschiede: Gletschersturz am Mont Blanc befürchtet

Wie Experten erklärten, könnten rund 500.000 Kubikmeter an Eis ins Tal stürzen - das entspricht etwa dem Inhalt von 200 olympischen Schwimmbecken.


Die Gefahr werde aber wohl nur ein paar Tage bestehen, sagten Techniker der Nachrichtenagentur ANSA. Das Eis sei wegen der großen Temperaturunterschiede der vergangenen Tage in Bewegung gekommen.

Wie der Klimawandel unsere Natur verändert, zeigen wir dir im Video am Anfang des Artikels.

Tal gesperrt: Einheimische und Touristen evakuiert

Der Planpincieux-Gletscher unterhalb des Mont Blanc, dem höchsten Berg der Alpen und Grenzgipfel zwischen Italien und Frankreich, bedrohte gut ein Dutzend Einheimische und rund 50 Touristen. Diese wurden daher von Carabinieri und anderen Einsatzkräften in Sicherheit gebracht. Die Straße in das kleine Tal wurde vorübergehend gesperrt.

Dass ein Gletscher in Bewegung ist, sei völlig normal, sagte ein zuständiger Geologe der Zeitung "La Stampa". Weil sich diese Bewegung nun aber beschleunigt habe, mussten Vorkehrungen getroffen werden. Schon im September 2019 hatte dieser Gletscherabschnitt für Alarm gesorgt - damals drohten aber nur 250.000 Kubikmeter abzubrechen, wie in diesem Video zu sehen ist.

Wegen Einsturzgefahr an der italienischen Flanke steht der Planpincieux-Gletscher am Mont-Blanc-Massiv unter scharfer Beobachtung. Denn er schmilzt weg - und das laut Wissenschaftlern immer schneller. Zwischen 50 und 60 Zentimeter rutschten zwischen Ende August und Anfang September in den unteren Bereichen ab, und zwar pro Tag. Als Vorsichtsmaßnahme hat die nahegelegene Gemeinde Courmayeur nun Straßen gesperrt und Berghütten geschlossen.

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